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Reinhold Schneider, Masterstraßenmeisterei Bitburg, geht in Ruhestand

Porträt : Ein Straßenmeister mit Herzblut — Reinhold Schneider, Leiter der Masterstraßenmeisterei Bitburg, geht in Ruhestand

Reinhold Schneider, der Leiter der Masterstraßenmeisterei Bitburg, wird zum Jahresende in den Ruhestand versetzt. Damit endet nach 41 Jahren die Karriere eines engagierten Straßenmeisters.

Wir treffen Reinhold Schneider auf dem Gelände der Straßenmeisterei in Kyllburg. Hier hat er einen Großteil seines Berufslebens verbracht. Der 1956 in Boxberg im Vulkaneifelkreis geborene Schneider studierte von 1976 bis 1980 das Bauingenieurwesen an der Fachhochschule in Köln. Dann trat er in den Dienst beim Straßenbauamt Gerolstein ein, um gleich darauf mit der Ausbildung zum gehobenen Dienst zu beginnen.

Erste Berufserfahrung sammelte er bis Ende 1984 in der Zentrale der Straßenverwaltung in Koblenz. Im Mai 1985 wurde der damals 28-Jährige zum Leiter der Straßenmeisterei in Kyllburg ernannt und war damit der jüngste Leiter einer Straßenmeisterei in ganz Rheinland-Pfalz.

Als 2008 der Betriebsdienst der Straßenverwaltung neu strukturiert wurde, übertrug man Schneider die Leitung der neuen Masterstraßenmeisterei in Bitburg, zu der auch die beiden Straßenmeistereien in Kyllburg und Irrel gehören.

Hier erweiterte sich der Verantwortungsbereich von Schneider erheblich. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf den gesamten Altkreis Bitburg. Hier hat er mit 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 932 Kilometer Bundes-, Landes und Kreisstraßen betreut. „Darüber hinaus sind wir für die Unterhaltung von 468 Bauwerken zuständig, 236 Brücken und 232 Stützmauern“, erklärt Schneider. Auch die gesamte Abwicklung von Straßen- und Ingenieurbauvorhaben liegt in der Zuständigkeit einer Straßenmeisterei.

Sein Ziel war immer die Beschäftigung im Außendienst. „Dabei hat mich die Vielfalt der Aufgaben und der Umgang mit den Menschen gereizt. Auch die Zusammenarbeit mit den 148 Ortsgemeinden war immer interessant“, erinnert er sich.

Der Arbeitsalltag sei von den saisonalen Herausforderungen geprägt. „Jetzt im Winter fordert uns der Winterdienst ganz besonders. Die Anforderungen sind gestiegen, es muss alles schnell gehen, alle erwarten immer freie Straßen“, sagt Schneider und lässt nicht unerwähnt, dass er mit seiner Mannschaft dabei im Fokus der Öffentlichkeit steht und auf Kritik nicht lange gewartet werden muss. „Wir sind mit Fahrzeugen und Geräten technisch sehr gut ausgestattet und tun das Möglichste“, so Schneider.

In Erinnerung bleiben werden ihm die extremen Wetterereignisse. Die Stürme in den 1990er Jahren, das Starkregenereignis 2018 und die Flutkatastrophe in diesem Jahr. „Das hat uns viel an zusätzlicher Arbeit beschert. Wir wurden dabei hervorragend von den regionalen Bauunternehmern unterstützt. Sie haben teilweise eigene Projekte unterbrochen und uns bei der Wiederherstellung der Verkehrs-Infrastruktur unterstützt“, sagt Schneider. Er erinnert sich auch an die vielen schweren Verkehrsunfälle, die ihn manchmal mental belastet haben. Freuen kann er sich heute noch über das gemeinsame Projekt Holzhackschnitzelheizung in Kyllburg. Die Anlage versorgt die Straßenmeisterei sowie Kindergarten und Grundschule Kyllburg mit Heizwärme.

Schneider war nicht nur ein engagierter Straßenmeister, sondern der Vater von zwei erwachsenen Söhnen ist auch seit 27 Jahren im Stadtrat von Kyllburg engagiert, davon 17 Jahre als Erster Beigeordneter.

Im Ruhestand wird Reinhold Schneider mehr Zeit haben für seine Familie und seine Hobbys Wandern und Radfahren. Seinem Fußballverein, dem HSV, hält er seit Jugendtagen die Treue und freut sich in der Zeit nach Corona einmal mehr nach Hamburg zu reisen, in die schönste Stadt Deutschlands, wie er sagt.

Die Belegschaft der Masterstraßenmeisterei Bitburg wünscht ihrem scheidenden Chef Reinhold Schneider alles Gute für den Ruhestand. Diesen guten Wünschen für bleibende Gesundheit und Zufriedenheit schließt sich der TV gerne an.