Retro-Grenzlandtreffen in Bitburg: Lippi macht’s einfach und alle helfen mit

Gefeiert wird am Beda-Platz : Retro-Grenzlandtreffen in Bitburg - Lippi macht’s einfach und alle helfen mit

Zum Folklore-Festival gibt es diesmal eine Premiere – das erste Retro-Grenzlandtreffen. Den Charme vergangener Tage will Frank Lippert mit seiner Retro-Veranstaltung zurück auf den Beda-Platz bringen.

(de) Früher war alles besser? Naja, alles bestimmt nicht. Aber manches vielleicht schon. Bitburgs größtes Fest hatte jedenfalls auch schon in seinen Anfängen Atmosphäre. Damals hieß das Ganze noch Grenzlandtreffen (siehe Info) – was die meisten Bitburger auch heute noch sagen. Der Name ist geblieben, aber das Fest hat sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt weiterentwickelt. Für Frank Lippert ist dabei etwas verloren gegangen. Etwas, das er versuchen möchte, mit seinem „Retro Grenzland-Treffen“ zurückzubringen.

„Irgendwie hatte das früher, als alles auf dem Beda-Platz war, die Schausteller, die Buden, Stände und die Bühne, mehr Atmosphäre“, sagt der Mann aus Mötsch, den alle Lippi nennen. „Da kamen die Handwerker montags in den Arbeitsklamotten.“ Alles sei ein bisschen unkomplizierter, improvisierter gewesen. Und das will Lippi mit seiner Retro-Veranstaltung zurückbringen. Genau dort, wo alles begann: auf dem Beda-Platz.

Das Programm. Foto: TV/Dagmar Dettmer

Er darf das Schottergrundstück am Rand der Gartenstraße nutzen, hat eine Ausschankgenehmigung und ist seit dieser Woche dabei, mit seinen Helfern den Platz herzurichten. „Das hat mich super gefreut, dass so viele mit anpacken“, sagt Lippi. Zwei Dutzend haben sich inzwischen in seine Listen eingetragen. Zum Aufbauen, zum Thekendienst und wo sonst noch angepackt werden muss. Was ihn auch freut: Mit Bands wie Strange Brew und den Dompiraten hat er auch Live-Musik. Falls noch jemand mitmachen möchte, kann er sich melden. Als Gag treten Freitag zur Eröffnung die „Fidelen Sackflöten“ aus Mötsch auf. „Das sind ein paar erwachsene Herren, die probieren, Blockflöte zu spielen“, sagt Lippi, „wird bestimmt lustig.“

Fleißige Truppe. Foto: TV

Lustig und unkompliziert soll es auf dem Beda-Platz beim Retro Grenzland-Treffen zugehen. Statt Stehtisch-Garnituren tun es dann auch mal große Kabeltrommeln, statt Steingabionen zum Terrorschutz baut der gelernte Forstarbeiter Baumstämme auf. „Es wird alles ein bisschen anders, nicht so schick, aber gemütlich und rustikal“, sagt Lippi. Das Bier wird in Halb-Liter-Steinhumpen ausgeschenkt.

Im Organisieren hat der Mötscher Erfahrung. Er ist Mitglied im „Einfach su“-Verein. Die veranstalten jedes Jahr eine Party, einfach so. Natürlich sind vier Tage „Retro Grenzland-Treffen“ eine andere Nummer.  „Aber als ich den ersten davon erzählt habe, war die Resonanz direkt so positiv, dass ich dachte, jetzt ziehst du es durch“, sagt der Chef-Organisator. Besonders gefreut hätten sich die Schausteller vom Rummelplatz.

Geld kostet der Spaß auch, selbst wenn alles so unkompliziert wie möglich gehalten wird. „Wenn ich am Ende Null auf Null rauskomme, ist alles in Ordnung“, sagt Lippi. Als Konkurrenz zu den anderen Spielstätten des Folklore-Festivals sieht er sich nicht. „Wir machen hier einfach ein zusätzliches Angebot.“

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