Vortragsreihe: Retten, was zu retten ist

Vortragsreihe : Retten, was zu retten ist

Das Katastrophenschutzzentrum informiert, wie sich Hausbesitzer vor Unwetterschäden schützen können.

(rh) Starkregen, Sturm, Unwetter: Was können Eigentümer tun, um ihre Häuser vor Schäden zu schützen? Antworten auf diese Fragen gab es bei einer Informationsveranstaltung des Katastrophenschutzzentrums des Eifelkreises in Meckel – ein Baustein der Seminarreihe „Wetterbedingte Schadenslagen“, die diesen Sonntag mit einem Tag der offenen Tür im Katastrophenschutzzentrum in der Alten Kaserne in Bitburg endet.

Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch erklärte zu Beginn, worum es geht: „Heute wollen wir mit Experten beleuchten, was Sie als Hausbesitzer tun können, um sich vor elementaren Schäden zu schützen.“

Das Hauptaugenmerk lag dabei auf den Hochwasservorsorgekonzepten, die derzeit im Auftrag der Verwaltungen für die Ortsgemeinden in Rheinland-Pfalz erstellt werden. „Dabei geht es zunächst darum, vor Ort die Probleme zu erkennen, Hilfestellungen anzubieten, Verhaltensweisen auszuarbeiten und mögliche Maßnahmen zu benennen“, sagte Ingenieur Sebastian Reihsner vom gleichnamigen Büro aus Wittlich.

Für 27 Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Bitburger Land erstellen die Experten von Reihsner derzeit Hochwasservorsorgekonzepte. Diese beinhalten eine Standortanalyse samt Bewertung für bestehende und geplante Objekte in gefährdeten Gebieten, eine Risikoabschätzung, Tipps für Vorsorgemaßnahmen und einen Nachweis der Gefahrenlage.

Die Erstellung der Vorsorgepläne und der Hochwasserpässe würde von der Versicherungswirtschaft unterstützt, sagte Günter Borowiak von der Provinzial Versicherung. „Ich rate allen Hausbesitzern, sich ihre Versicherungsverträge gut anzusehen und sich fachlich beraten zu lassen. Nur dann sind sie am Ende vor bösen Überraschungen gefeit“, erklärte Schadensgutachter Borowiak.

Tobias Schütz von der Universität Trier betrachtete die Problematik aus wissenschaftlicher Sicht, erklärte, wie bestimmte Wetterlagen entstehen und wie frühzeitig gewarnt werden kann: „Extremwetterereignisse lassen sich weder vermeiden noch können wir dagegen ausreichende Vorsorge treffen.“

Sebastian Reihsner erklärt den Hochwasserschutz. Foto: Rudolf Höser
Jürgen Larisch lobt die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen. Foto: Rudolf Höser

Zum Abschluss der Seminarreihe findet am Sonntag, 26. Mai, im Katastrophenschutzzentrum (Else-Kallmann-Straße, Bitburg) in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Hier stellen sich die Einheiten des Katastrophenschutzes vor – von THW und Feuerwehr bis zu DRK und DLRG. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kats-eifelkreis.de

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