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Rettungswache Speicher soll neu gebaut werden

Rettungswache Speicher soll neu gebaut werden

Speicher (daf) Die Rettungswache in Speicher, die seit 1981 im Katastrophenschutzzentrum in der Kapellenstraße untergebracht ist, platzt aus allen Nähten. Deshalb hat das Deutsche Rote Kreuz nun den Bau einer neuen Wache bei der Kreisverwaltung beantragt.

Ein Besuch vor Ort zeigt die Notwendigkeit einer neuen Unterbringung: Die Rettungskräfte, die die Nachtschicht übernehmen, schlafen in engen Räumen, in denen zudem noch die Umkleidespinde untergebracht sind. Es gibt nur ein Badezimmer mit Dusche, das sich Männer und Frauen teilen müssen. Die Wände knarzen und ächzen, wenn man sich nur dagegenlehnt. Auch die Garage, in der die Krankenwagen geparkt sind, ist mangelhaft: Es gibt in Speicher keine Möglichkeit, das Fahrzeug nach einem Einsatz vollständig zu desinfizieren. Das ist beispielsweise notwendig, wenn ein Patient mit einer hochansteckenden Krankheit transportiert wird. Momentan muss der Wagen nach dem Einsatz zu diesem Zweck nach Bitburg gefahren werden - das bedeutet zusätzlichen und eigentlich unnötigen Aufwand. Ziel ist es laut dem DRK-Kreisgeschäftsführer von Bitburg-Prüm, Rainer Hoffmann, dass der neue Bau Anfang April in den Gremien besprochen werden kann. Der Antrag sei bereits im Dezember gestellt worden, die Gespräche mit den Ämtern laufen. Die Kosten für einen eigenen Neubau werden derzeit auf etwa eine Million Euro geschätzt - zu 25 Prozent werde das Deutsche Rote Kreuz diese übernehmen, die restlichen 750 000 Euro bezahle dann der Eifelkreis.
"Weitere Informationen können erst bekanntgegeben werden, wenn das Thema genauer mit der Kreisverwaltung abgestimmt ist", so Hoffmann. "Momentan steht der Plan noch ganz am Anfang."
Der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Ansgar Dondelinger, bestätigt den Eingang des Antrags. "Jetzt finden in dieser Angelegenheit erste Gespräche statt."
Dort werde das Vorgehen besprochen. Im Anschluss würden, streng nach Vorschrift, nacheinander die Beachtung der Grundsätze des geplanten Haushalts, mögliche Alternativen und die Einschätzung der Kosten überprüft. Dann folge die Bewilligung des Projekts. Erhard Hirschberg (CDU), der Speicherer Stadtbürgermeister, hat mit der Prozedur an sich, die zwischen Kreisverwaltung und DRK abgemacht wird, als Stadtbürgermeister wenig zu tun, sagt: "Die neue Rettungswache ist nötig. Die Leute sitzen da eng auf eng, auch die Fahrzeughalle ist zu klein."