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Revier der Bundespolizei in Prüm wird nicht verkleinert

Bundespolizei : Das Revier in Prüm behält seine Größe

Der aktuelle Personalengpass soll bald behoben sein.

Kein 24-Stunden-Dienst mehr bei der Bundespolizei in der Prümer Kalvarienbergstraße? Werden dort eventuell Beamte abgezogen? „Das ist so nicht richtig“, sagt Stefan Döhn: Der Pressesprecher der Bundespolizei-Inspektion Trier reagiert damit auf eine Anfrage unserer Zeitung zum Stand der Dinge in der Prümer Dienststelle.

Der Hintergrund: In den vergangenen Tagen hat es Mutmaßungen über die Besetzung des Prümer Reviers gegeben, in dem üblicherweise etwa 20 Beamte in fünf Gruppen ihren Dienst verrichten.

Diese Dienstgruppen gewährleisten, dass das Revier rund um die Uhr besetzt werden kann – das aber sei derzeit nicht der Fall und werde, so lauten die Vermutungen, die gerade kursieren, auch so bleiben. Angeblich soll eine der fünf Prümer Dienstgruppen sogar aufgelöst werden.

Döhn widerspricht deutlich, ein solcher Schritt sei keineswegs geplant. Und, um eventuellen weiteren Gerüchten einen Riegel vorzuschieben, ergänzt er: „Das Revier wird auch nicht geschlossen.“

Korrekt sei allerdings: „Wir haben zurzeit in Prüm eine Personalreduzierung“, sagt Stefan Döhn. „Deswegen kann es zu einer temporären Nichtbesetzung kommen.“ Das gehe leider nicht anders, sei aber zeitlich befristet. „Und dann wird auch die Schicht, die jetzt vernachlässigt ist, wieder aufgefüllt.“

Die Unterbesetzung komme unter anderem daher, dass einige Kollegen in Pension gegangen seien „und aktuell diese Stellen nicht nachbesetzt sind“. Das sei aber geplant.

Ergebnis: Anstatt zu jeder Stunde, an jedem Tag, sei vorübergehend in etwa „zehn bis zwölf Prozent“ der Zeit kein Kollege in Prüm. Man versuche aber, diesen Umstand „durch Zusatzdienste aufzufangen“.

Es sei auch nicht vollkommen unüblich, dass in Prüm gelegentlich Polizeikollegen fehlen: Zum Dienstbezirk der Bundespolizei Trier gehöre beispielsweise auch der Flughafen Hahn im Hunsrück. Dieser wiederum, sagt Stefan Döhn, stelle eine EU-Außengrenze dar für Anreisende aus Ländern, die nicht zur Union gehören. Die dortige Kontrollstelle aber „muss, laut Schengen, immer besetzt werden“, sagt Döhn. Weshalb man also dort zwischendurch auch Prümer Beamte einsetzen müsse.