Revierkämpfe im Eifelpark

Hans Burgstaller will das Feld nicht räumen. Der langjährige Leiter des Eifelparks Gondorf zieht gegen seine fristlose Kündigung vor Gericht.

Gondorf. (uq) "Die Zusammenarbeit stimmte einfach nicht mehr": Mit diesen Worten begründet Evelyn Capellen, die mit ihrem Mann Bernd den Eifelpark Gondorf betreibt, die fristlose Kündigung des Ex-Parkleiters Hans Burgstaller. Wegen niedriger Besucherzahlen hatten die Capellens im April die Parkleitung in die Hände eines dreiköpfigen Teams gegeben. Burgstaller verlor damit seinen Posten.

Gegen diese Entscheidung klagte er beim Arbeitsgericht Trier - und bekam recht. Sein Arbeitgeber verzieh ihm diesen Schachzug allerdings nicht und reagierte nun mit der fristlosen Kündigung. "Wir wollten Herrn Burgstaller eigentlich im Eifelpark halten", sagt Evelyn Capellen - nur eben nicht als Parkleiter. Weil er vor Gericht gezogen ist, sei das Vertrauen nun aber zerrüttet. Zwar bedauere sie die Kündigung, "aber wir müssen für das Unternehmen denken". Gerade weil das Ehepaar den Park aus der Nähe von Düsseldorf aus führt, sei es wichtig, dass die Chemie zwischen ihnen und der Parkleitung stimmt.

Burgstaller reagiert auf die Kündigung abermals mit der Klage vor dem Arbeitsgericht. Nach Aussage seiner Anwältin Nadja Ensch (Wittlich) sei die Kündigung nur mit "pauschale Vorwürfen" begründet worden.

Evelyn Capellen ist währenddessen zuversichtlich, dass es jetzt mit dem Eifelpark aufwärts geht. Im November hatten sie und ihr Mann noch über den Verkauf des Freizeitparks nachgedacht. Dass ein neues Leitungsteam eingesetzt wurde, gebe den Mitarbeitern nun einen Motivationsschub.