Revolution im Felsenland

Bislang wurde das Feriengebiet zwischen Irrel und Wallendorf unter einem sperrigen Namen von sehr vielen verschiedenen Organisationen vermarktet. Daran und an vielem anderen soll sich in Zukunft etwas ändern. Denn die Verbandsgemeinde Irrel will 2009 ein neues Tourismusmarketing einführen.

Den Jacobsweg gibt es bei Bollendorf schon. Weitere Wanderwege sollen hinzukommen. Fotos: Karl-Heinz Schleder, Katharina Hammermann

Die Verbandsgemeinde Irrel hat eine Strategie entwickelt, wie der Tourismus in ihrer Region vorangebracht werden kann. Diese Strategie klingt vielversprechend. Denn erstens: Nomen est omen. Den Namen, den die Ferienregion bislang hatte, konnte sich niemand länger als eine Minute merken. Viel zu lang, viel zu umständlich. "Felsenland Südeifel" klingt dagegen nicht nur gut - es passt auch einfach zur Region und kann ein echter Marken-Name werden. Zweitens: Zu viele Köche verderben den Brei und klein ist zwar fein, aber nicht unbedingt effektiv. Nicht, dass diejenigen, die sich bislang um den Tourismus kümmern, schlechte Arbeit leisten. Sie alle stecken viel Zeit, Geld und Herzblut darein, ihren Gästen ihre Region nahe zu bringen. Aber sie tun es jeder auf seine eigene Art, nebeneinander. Dabei hätte eine zentrale Tourismus-Organisation viele Vorteile. Sie kann die gesamte Ferienregion vertreten: ein gemeinsames Gästeverzeichnis, ein gemeinsamer Internetauftritt oder gemeinsame Werbung. Auch die Professionalität, die die VG anstrebt, ist sinnvoll. Wer bei der Suche nach einem Feriendomizil auf einer lieblos gestalteten und schlecht gepflegten Internetseite landet, überlegt es sich vielleicht noch einmal anders. Um Urlauber zu locken, gerade junge, muss man mit der Zeit gehen. Eifel und Mosel zeigen, dass es sich lohnt, Ferienregionen gut zu vermarkten. Und das "Felsenland Südeifel" hat die besten Voraussetzungen. k.hammermann@volksfreund.de

Meinung

Die Strategie klingt clever

Die Verbandsgemeinde Irrel hat eine Strategie entwickelt, wie der Tourismus in ihrer Region vorangebracht werden kann. Diese Strategie klingt vielversprechend. Denn erstens: Nomen est omen. Den Namen, den die Ferienregion bislang hatte, konnte sich niemand länger als eine Minute merken. Viel zu lang, viel zu umständlich. "Felsenland Südeifel" klingt dagegen nicht nur gut - es passt auch einfach zur Region und kann ein echter Marken-Name werden. Zweitens: Zu viele Köche verderben den Brei und klein ist zwar fein, aber nicht unbedingt effektiv. Nicht, dass diejenigen, die sich bislang um den Tourismus kümmern, schlechte Arbeit leisten. Sie alle stecken viel Zeit, Geld und Herzblut darein, ihren Gästen ihre Region nahe zu bringen. Aber sie tun es jeder auf seine eigene Art, nebeneinander. Dabei hätte eine zentrale Tourismus-Organisation viele Vorteile. Sie kann die gesamte Ferienregion vertreten: ein gemeinsames Gästeverzeichnis, ein gemeinsamer Internetauftritt oder gemeinsame Werbung. Auch die Professionalität, die die VG anstrebt, ist sinnvoll. Wer bei der Suche nach einem Feriendomizil auf einer lieblos gestalteten und schlecht gepflegten Internetseite landet, überlegt es sich vielleicht noch einmal anders. Um Urlauber zu locken, gerade junge, muss man mit der Zeit gehen. Eifel und Mosel zeigen, dass es sich lohnt, Ferienregionen gut zu vermarkten. Und das "Felsenland Südeifel" hat die besten Voraussetzungen. k.hammermann@volksfreund.deExtra Diskussion: Die Veränderungen, die das neue Tourismus-Konzept mit sich bringen wird, dürften tiefgreifend sein und jeden betreffen, der professionell mit Urlaubsgästen zu tun hat. So etwas stößt gewöhnlich auf energische Kritik. Nicht so in Bollendorf. Das Einzige, was von den Mitgliedern des Verkehrsvereins konträr diskutiert wurde, war der Name "Felsenland Südeifel". "Das Wort Felsenland ist super, aber die Eifel muss weg", sagt Karl-Heinz-Freundt, Herr auf Burg Bollendorf. Klimatisch sei das Sauertal etwas anderes als die Eifel, die zudem nicht den Ruf habe, Gäste von außen anzulocken. Dem widersprach Bonny. Die Eifel habe inzwischen einen guten Ruf. "Da sind Unmengen an Energie reingeflossen. Das können wir nutzen."