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Richard Jutz ist Ansprechpartner für die mobile Jugendarbeit

Sozialarbeiter Richard Jutz stellt sich vor : Ein Partner für die Jugend im Bitburger Land

Richard Jutz ist das Gesicht der Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde Bitburger Land.

Mit 71 selbstständigen Ortsgemeinden ist die Verbandsgemeinde Bitburger Land bekanntermaßen die größte in Rheinland-Pfalz. Und es gibt genau einen Ansprechpartner mit einer vollen Stelle für alle Fragen rund um Belange junger Leute – nämlich Richard Jutz. Der  39-Jährige ist seit April 2018 für die mobile Jugendarbeit in der VG zuständig. Zwar gebe es in jeder Verbandsgemeinde im Eifelkreis mindestens eine halbe Stelle für die Jugendarbeit, sagt der Wißmannsdorfer, aber das reiche bei Weitem nicht aus. Wenn mehrere Gemeinden gleichzeitig die Unterstützung des Diplomsozialarbeiters anfordern würden, dann käme das Modell  schnell an seine Grenzen.

Dennoch: Immer wenn in einem Dorf eine Jugendgruppe ins Leben gerufen werden soll oder es Probleme gebe zwischen Jugendlichen oder zwischen Jugendlichen und Erwachsenen, wenn Angebote geschaffen werden sollen, Jugendliche, Eltern und Ortsbürgermeister, das Gespräch suchen, dann will Jutz beratend und unterstützend zur Stelle sein – vorausgesetzt, er erfährt davon. Durch viele Ferienfreizeiten, die die mobile Jugendarbeit anbietet, durch  Workshops und  Besuche in Schulen, glaubt Jutz, der Vater von vier Kindern ist, dass er in seinem doch recht großen Einzugsgebiet bei Jugendlichen  einigermaßen bekannt ist.

Dennoch ist Mundpropaganda nach wie vor wichtig, wenn man Sprachrohr und Anwalt der Jugendlichen sein möchte. Nach der Kommunalwahl habe es viele Veränderungen gegeben, viele neue Ortsbürgermeister sind gewählt worden, so dass wieder neue Kontakte geknüpft werden müssen.

Richard Jutz hat bei seiner Arbeit erfahren, dass die Angebote für Jugendliche sehr offen gestaltet werden müssen. In dem Sinne: wer kommt, der kommt. „Man darf nicht vergessen, dass die Jugendlichen auch viel Zeit für Schule und Hausaufgaben aufbringen müssen, und dass sie nicht so gern zusätzliche Verpflichtungen eingehen wollen“, sagt er. Zudem sind manche ja auch in Vereinen aktiv  – zumindest 47 Prozent, wie der 39-Jährige weiß.

„Unser Modell kann neben den Vereinen existieren. Wir wollen den Vereinen nicht die Jugendlichen wegnehmen, das ist nicht Sinn der Sache“, versichert Jutz.

Viel mehr gehe es darum, die Jugendlichen an die Region zu binden. Damit sie nicht wegziehen und  nach Ausbildung und Studium vielleicht wieder zurück in die Eifel kommen.

Die Wünsche und Vorstellungen der jungen Leute sollen mehr Gehör finden und auch politisch eingebunden werden. Erstmals habe es auch vom Kreisjugendamt eine Befragung gegeben. Das  Ergebnis solle  laut Jutz ins Konzept der Mobilen Jugendarbeit eingearbeitet werden. Es bleibt eine spannende Frage, wie man Jugendliche erreichen kann.

Früher haben sie sich an Bushaltestellen im Dorf oder an anderen Plätzen aufgehalten, das ist heute anders. Das finde vielmehr  im privaten Bereich statt, was auch an den neuen Medien liege. Jutz sieht es auch als wichtig an, die jungen Leute über die Jugendmedien zu erreichen. Eine schöne Sache wäre es, für sie einen Youtube-Kanal einzurichten. Das sei zwar  sehr zeitaufwendig, aber auch eine Überlegung wert.

Wie es nun mit der  Jugendarbeit vonseiten des Kreises und der Verbandsgemeinde weitergeht, das wird im Jugendhilfeausschuss beraten, der im September zusammenkommt.

Und es könnte darauf hinauslaufen, dass eine halbe Stelle zusätzlich eingerichtet wird, hofft Jutz.

Kontakt: Telefon 06561/664126 oder mobil 0151/25891929, Fax: 06561/602019 und per E-Mail an: richard.jutz@drk-bitburg.de