Roboter zum Selbstbauen sollen Lernerfolg sichern

Roboter zum Selbstbauen sollen Lernerfolg sichern

Technisches Verständnis und viel Initiative: Der Arbeitgeberverband hat der Berufsbildenden Schule zwei Roboter-Bausätze spendiert. Die Arbeitgeber würdigen damit zugleich ein gelungenes Projekt des Lehrers Thomas Port mit angehenden Werkzeugmechanikern.

Prüm. "Eigeninitiative und Ideen, gepaart mit solidem Fachwissen, genau das brauchen wir in der Wirtschaft", sagt Gerhard Eder, Chef des Stihl-Werks in Weins heim und Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Elektro- und Metallarbeitgeber.
Der Anlass: Eder überreichte in der Berufsbildenden Schule (BBS) Prüm dem Lehrer Thomas Port zwei Roboter-Baukästen von Lego - für ein gelungenes Projekt, das Port als Referendar an der Berufsbildenden Schule leitete, in einer Klasse zukünftiger Werkzeugmechaniker.
Neue Roboter für die BBS


Eher aus Kinderzimmern ist Lego bekannt, doch ein Produkt des dänischen Spielzeugherstellers hatte Port überzeugt: In 60 Unterrichtsstunden setzte er das sogenannte Mindstorm-System ein. Kernstück des Roboters zum Selbstbauen ist ein programmierbarer Legostein, ergänzt durch weitere Technik-Teile.
Das Projekt bot Port die Grundlage für seine pädagogische Hausarbeit.
Jetzt belohnte der Arbeitgeberverband das erfolgreiche Konzept und stiftete der BBS Prüm zwei neue Roboter im Wert von zusammen 800 Euro.
Vor der Verleihung stellte Thomas Port noch einmal sein Projekt vor, unterstützt von zwei ehemaligen Schülern. Die Begeisterung ist den beiden immer noch anzumerken: "Mit den Robotern habe ich gelernt, selbstständig zu arbeiten", sagte Schüler Sven Kuhl.
Und Artur Gense fügte hinzu: "Am Arbeitsplatz wird einem erst einmal bewusst, dass diese Funktionsweise der Sensoren bei vielen Maschinen besteht. In diesen Fällen muss man einfach an das Prinzip der Roboter zurückdenken."
Schulleiter Rainer Uhlendorf bedankte sich beim Arbeitgeberverband und lobte das Engagement von Thomas Port: "Solch motivierte Lehrer braucht die Schule. Früher haben wir im Kinderzimmer mit Lego gespielt und dabei dazugelernt. Nun erleben unsere Schüler eine spielerische Herangehensweise an die Technik."
Auch Gerhard Eder zeigte sich überzeugt und betonte die gesellschaftliche Notwendigkeit, noch mehr junge Menschen in den technischen Berufen auszubilden: "Gerade in der Eifel sollten wir nicht vergessen, dass wir einen Großteil des benötigten Ingenieurnachwuchses hier finden müssen. Daher freue ich mich, dass Technik an der BBS Prüm einen so großen Stellenwert hat." kstl

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