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Rock und Pop im Kampf gegen Ebola - Erlös aus Benefizkonzert geht an Einrichtung in Sierra Leone

Rock und Pop im Kampf gegen Ebola - Erlös aus Benefizkonzert geht an Einrichtung in Sierra Leone

Die Marathonstiftung richtet am Samstag, 29. November, 20 Uhr, in Aach ein Benefizkonzert für die Opfer der Ebola-Epidemie aus. Damit wird die katholische Hilfsorganisation Don Bosco Fambul in Freetown (Sierra Leone) unterstützt. Die Musikgruppen The Lions und Rooster Rock treten auf.

Aach. Die Ebola-Katastrophe wütet in Afrika. Das westafrikanische Land Sierra Leone ist besonders stark betroffen. Täglich kämpfen der aus Aach stammenden Salesianerbruder Lothar Wagner und seine 120 Mitarbeiter gegen die Epidemie. Wagner ist Direktor von Don Bosco Fambul, einer katholischen Nichtregierungsorganisation, die Straßensozialarbeit vor allem für Kinder betreibt. "Wir brauchen keine endlosen Debatten, sondern direkte und unmittelbare Materialhilfen an die Menschen", sagt Wagner.
Wagners Organisation geht mit gutem Beispiel voran. Sie kümmert sich um junge Menschen, die von Ebola geheilt, aber von ihren Familien verstoßen wurden. Zudem haben die Ordensleute eine Telefon-Hotline aufgebaut. Denn Ebola verbreitet sich auch darum, weil die Menschen nicht richtig informiert sind. "60 Prozent der Menschen hier können nicht lesen und schreiben und wissen nur wenig über die Krankheit. Aufklärung ist jetzt die beste Schutzmaßnahme", sagt Bruder Lothar. Er fordert die Menschen in der Region auf, die Telefon-Hotline mit Spenden zu unterstützen.Musik für guten Zweck


Aber er freut sich auch, wenn möglichst viele am Samstag, 29. November, ab 20 Uhr zum Benefizkonzert in die Mehrzweckhalle Aach kommen. Dort gibt es was auf die Ohren - Pop und Rock von den Gruppen The Lions und Rooster Rock. Und es gibt was für den Spendentopf, denn der Erlös des Konzerts geht zu 100 Prozent an die Einrichtung Don Bosco Fambul in Freetown. Veranstalter ist die Marathonstiftung, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent einsetzt.
Eintrittskarten: vier Euro (Vorverkauf), fünf Euro (Abendkasse). Aach: Kersch Getränke, Blumen Kollmann, Gasthaus Müller-Siegesmund; Newel: Maarschenke, Gasthaus Im Dorfkrug; Butzweiler: Backshop Butzweiler; Biewer: Gasthaus Crames.Extra

Im Rahmen von "Meine Hilfe zählt" unterstützt der TV die Telefon-Hotline und die Hausbesuche, mit der die Sozialarbeiter der Salesianer die örtliche Bevölkerung in Sierra Leone über Möglichkeiten der Prävention von Ebola informieren. Titel der Kampagne: "Mit den Menschen sein" (Projektnummer 20844). Um die Mitarbeiter bezahlen zu können, werden 3000 Euro benötigt. Und so geht\\'s: Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt", Konto 220012, Sparkasse Trier (BLZ 58550130), IBAN: DE47585501300000 220012 oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103), IBAN: DE67585601030000191919. Im Verwendungszweck die vier- oder fünfstellige Projektnummer angeben. Falls eine Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht wird, ein "X" auf dem Überweisungsformular eintragen. Bis zu 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Ist eine separate Quittung erwünscht, bitte Adresse angeben. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der TV trägt die Transferkosten. redExtra

Don Bosco Fambul in Freetown, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Sierra Leone, wird geleitet von dem aus Aach stammenden Salesianerbruder Lothar Wagner. Don Bosco Fambul beschäftigt 121 Mitarbeiter, meist Sozialarbeiter. Das Zentrum ist eines der wenigen Häuser der Stadt, das sich um Straßenkinder und Jugendliche kümmert. Ziel ist es, ihnen Bildung, Schutz, medizinische Versorgung, Essen und Kleidung zu geben. Neben der mobilen Straßensozialarbeit unterhält die Einrichtung ein stationäres Reha-Projekt für ehemalige Straßenkinder, eine Familienberatung, zwei Jugendzentren, ein Mädchen- und Frauenhaus, eine betreute Wohnform, ein Jobcenter sowie die landesweite Kinder- und Jugendtelefonberatung. Alle Bereiche sind zurzeit stark beeinflusst durch die Ebola-Epidemie. red