Roger Graef plant nächsten Eifel-Coup

PRÜM. Die Erfolgsgeschichte der Zukunftsinitiative Eifel findet eine sensationelle Fortsetzung. Wie Landrat Roger Graef am Freitag auf TV-Anfrage bestätigte, soll das Sortiment der Regionalmarkenprodukte um "Original Eifeler Rollmöpse" erweitert werden.

Eier, Schinken, Salami und Edelbrand aus der Eifel stehen bei den Verbrauchern in ganz Deutschland inzwischen derart hoch im Kurs, dass ein Ende der Erfolgsgeschichte kaum abzusehen ist. Weil die Produkte der Regionalmarke nach der offiziellen Listung bei der Handelskette Rewe weg gehen wie warme Semmeln, hat sich das Eifel-Management entschlossen, dem Sortiment nun auch noch Rollmöpse hinzuzufügen.Vermarktung in Nord- und Ostdeutschland

"Wir schwimmen zwischenzeitlich auf einer echten Welle der Begeisterung und haben uns deshalb für den Rollmops entschieden", verdeutlichte Landrat Roger Graef am Freitag das neuerliche Engagement des Regionalmarken-Managements. Mit seinem früheren Pressesprecher Hilarius Esch habe er deshalb einen ebenso vertrauenswürdigen wie motivierten Mitarbeiter abgestellt, der sich speziell um die Produkt-Vermarktung in Niedersachen, Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kümmern soll. Graef: "Außerdem weiß ich, dass auch er Rollmöpse persönlich sehr gerne mag." Während die Nachricht im Berliner Verbraucherministerium gestern bereits für überschwappendes Lob sorgte, soll sich nun der Angelverein Prüm um die Beschaffung von Heringen und das Bereitstellen von Salzwasser kümmern. Vorsitzender Hans-Gerd Kaufmann sprach in einer ersten Reaktion von der "größten Herausforderung in der Vereinsgeschichte". Selbstverständlich werde man den Willwerather See gerne für das Rollmops-Projekt zur Verfügung stellen. Immerhin sei damit auch das Schaffen neuer Arbeitsplätze verbunden. Verbandsgemeinde-Bürgermeister Aloysius Söhngen verhandele bereits mit einer Spedition, die im Wochentakt für Salz-Lieferungen aus Bad Reichenhall sorgen solle. Kaufmann: "Eine Sondersitzung des Vorstands ist heute um 19 Uhr in der Anglerklause." Unter dem Begriff Rollmops versteht man einen marinierten, ausgenommenen und entgräteten Hering ohne Kopf und Schwanzflosse und mit darin eingerollten Gewürzen sowie pflanzlichen Beigaben. Die Tatsache, dass Rollmöpse für gewöhnlich mit einem Holzspieß fixiert werden, bereitet Landrat Graef derweil noch einige Sorgen. Deshalb hat er Kontakt zum Forstamt Prüm aufgenommen. Dort sollen Experten nun prüfen, inwiefern entsprechende Mengen von Buchen- oder Eichenholz möglichst preisgünstig zur Verfügung gestellt werden können. "Wir nehmen natürlich nur 1 a-Holz, schließlich möchten wir Premium-Möpse auf den Markt bringen." Weitere Informationen zum Projekt beim Pressereferat der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, Telefon 06561/15-2240.