Rollen auf den Leib geschrieben

MALBERG. (rh) "Alles nur Theater" - unter diesem Motto hatten die Laiendarsteller der Theatergruppe Malberg Premiere. Zwei weitere Aufführungen gibt es nun am heutigen Samstag, 20. Dezember, und am 27. Dezember (jeweils 20 Uhr).

Sie waren allesamt in Bestform. So wie das Publikum es von den Akteuren der Malberger Theatergruppe kennt, haben diese nicht nur ein unterhaltsames Stück ausgesucht, sondern es ist ihnen auch gelungen, die Rollen der handelnden Personen optimal zu besetzen. Alfons, ein trinkfester und arbeitsscheuer Bauer, sitzt gerne in der Gaststube - zumal dort eine neue Kellnerin angestellt wurde. Nun plant er, mit Hilfe eines Theaterstückes mit der Kellnerin anzubandeln. Wie auf den Leib geschneidert war diese Rolle Valentin Junk, der die umfangreichen Dialoge seiner Rolle nicht nur spielend beherrschte, sondern sie charaktervoll umsetzte. Wäre da nicht seine Frau Agnes gewesen. Die wurde von Agnes Wissmann in Szene gesetzt und spielte einen wunderbaren Gegenpart. Nerven kostete das Paar die gemeinsame Tochter Eva. Etwas ausgeflippt und lebenslustig meisterte Yvonne Bach diese Aufgabe. In einem solchen Haushalt muss es auch eine Person geben, die aus dem Rahmen fällt. In diesem Fall war das Hilde, die Schwester der Bäuerin. Sanni Hargarten erfüllte die Rolle der sitzen gebliebenen Jungfer mit Leben. Ebenso verhielt es sich mit Hans. Der Student als Muttersöhnchen fand in Hugo Rütz den passenden Darsteller. Als Freund des Bauern agierte Heinz, alias Erich Schuster. In das Geschehen griff auch Franz ein, ein Altwarenhändler, gespielt von Stephan Atzorn. Zum ersten Mal stand Carmen Weber auf der Malberger Bühne. Als Pfarrköchin, bieder und gewissenhaft, mimte sie die Männerfeindliche und konnte gleich mit ihrer ersten Rolle überzeugen. Das Ganze in Szene gesetzt hat Rudi Kappes. Dargeboten in Eifeler Platt entfaltete das Lustspiel in drei Akten eine ausgelassene und fröhliche Stimmung. Gewürzt mit lokalen Eigenheiten hatte das Stück dann plötzlich auch aktuellen Bezug zur Tellgemeinde. "Das war eine ganz tolle Vorstellung, die riesig viel Spaß gemacht hat", sagte eine begeisterte Zuschauerin. "Empfehlenswert für alle, die heute keinen Platz mehr gefunden haben", meinte ein anderer Besucher.