Rollerfahrer stirbt nach Kollision, Verursacher flüchtet

Trier · Ein 44-jähriger Rollerfahrer ist gestern Morgen nach einem frontalen Zusammenstoß mit einem Auto gestorben. Der Fahrer des Wagens kam beim Abbiegen von der B 53 bei Biewer auf die Gegenfahrbahn und rammte den Roller. Fahrer und Beifahrer flüchteten, wurden aber kurze Zeit bei Zemmer später festgenommen.

Der Unfallverursacher flüchtete in seinem völlig zerstörten Wagen, wurde aber von der Polizei gefasst. Foto: Polizei

Trier. Der mit zwei 20-jährigen Männern besetzte Wagen war gegen 4.15 Uhr auf der B 53 unterwegs und bog in die Biewerer Straße ein. Dort geriet er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Roller des 44-Jährigen. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Zweiradfahrer so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Der Unfallverursacher flüchtete trotz zertrümmerter Windschutzscheibe, doch er kam nicht weit.
"Der Wagen war schwer beschädigt und fiel deshalb einem Augenzeugen auf", erklärt Polizei-Pressesprecher Reinhard Rothgerber. Die Polizei fand das Fahrzeug und seine beiden Insassen kurze Zeit später auf der Strecke zwischen Quint und Zemmer und nahm die dem Vernehmen nach aus Zemmer stammenden 20-Jährigen vorläufig fest.
Beide mussten eine Blutprobe abgeben, deren Ergebnis die Polizei gestern Nachmittag lieferte: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Fahrer - er hat in der Vernehmung zugegeben, den Wagen gesteuert zu haben - nicht nur fahrlässige Tötung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, sondern auch Trunkenheit im Straßenverkehr vor.
Die Staatsanwaltschaft hat zur genauen Klärung der Unfallursache ein Gutachten in Auftrag gegeben. Laut Mitteilung der Polizei wurden die beiden Männer gestern Nachmittag nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die B 53 war an der Unfallstelle für mehrere Stunden voll gesperrt. jp