Rubrik Auf ein Wort : „Ich möchte in der Eifel bleiben“

Pickließem Katharina Weber (Foto) aus Pickließem ist jüngstes Ratsmitglied im Verbandsgemeinderat Bitburger Land und noch bis November rheinland-pfälzische Milchkönigin. Die 23-jährige Studentin der Agrarwissenschaft macht zurzeit ein Praktikum im Landwirtschaftsministerium in Mainz.

Im Herbst beginnt sie ihren Masterstudiengang. Sie hängt, wie sie sagt, mit ganzem Herzen an der Landwirtschaft und an der Eifel.

Frau Weber, Sie sind jüngstes Mitglied im Verbandsgemeinderat Bitburger Land. Wie kam es dazu?
Katharina Weber: Bei uns zuhause wird viel über politische Themen diskutiert und so war das auch an meiner Schule (Willibrord-Gymnasium). Ich möchte mich für die Eifel und die Landwirtschaft engagieren, meine Ideen einbringen und habe mich für einen Parteieintritt bei der CDU entschieden. Ich bin von „alten Hasen“ sehr gut unterstützt worden und habe mit Listenplatz 10 eine gute Startposition bekommen.

Frau Weber, Sie sind als junger Mensch in zwei Bereichen engagiert, die keinen leichten Stand haben: Neben der Kommunalpolitik gilt das auch für die Landwirtschaft. Was wünschen Sie sich von Politik und Gesellschaft, damit die Landwirtschaft eine Zukunft hat?

 Weber: Ich wünsche mir, dass mehr mit den Landwirten selbst geredet wird als über sie. Viele angehende Landwirte fragen sich, ob der Beruf noch erwünscht ist. Es wird viel Kritik geübt. In Sachen Insektenschutz wird die Kritik angenommen, und es sind viele Grünstreifen an den Feldern angelegt worden.

Wenn mehr Fleisch beim Bauern aus der Region gekauft würde, dann merken die Verbraucher, dass das Fleisch von Kühen besser schmeckt, die auf den Eifelweiden grasen und zudem auch noch die Hügel unserer Region pflegen. Außerdem brauchen wir mehr Unterstützung für die regionale Vermarktung, auch für Milchprodukte.

Frau Weber, wo sehen Sie Ihre berufliche Zukunft?

Weber: Ich möchte als Agrarwissenschaftlerin für die Landwirtschaft arbeiten. Da meine kleine Schwester den elterlichen Betrieb übernehmen wird, kommen für mich Bereiche wie Molkereien, die Futtermittelbranche oder auch der agrarpolitische Bereich in Frage. Ich möchte auf jeden Fall in der Eifel leben und arbeiten.

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