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Ruder-Regatta für Schüler

Ruder-Regatta für Schüler

Eine länderübergreifende Begegnung, die sportlich und dennoch feucht-fröhlich verlief: Eine Schule aus dem nordrhein-westfälischen Schmidtheim und eine Schule aus Jünkerath haben sich im Rudern gemessen.

Jünkerath/Schmidtheim/Kronenburg. "Rudern fördert und verbindet" - dieses Motto haben sich die Graf-Salentin-Schule in Jünkerath und die Georg-Schule in Schmidtheim zu eigen gemacht: Sie veranstalteten nun die erste Schüler-Ruder-Regatta auf dem Kronenburger See. Trotz des sonnigen Herbstwetters wehte dort eine kühle Brise. Doch bevor die Regatta auf dem See gestartet werden konnte, wurde das Sportmaterial von den rund 70 Besuchern in Augenschein genommen. Die schlanken Holz-Ruderboote waren ein echter Hingucker. Aus Uelzen stammt das Zweier-Boot "Team mit Stern", das recht günstig erworben werden konnte - fast geschenkt. Startklar gemacht wurden auch die beiden Vierer mit Steuermann. Die beiden gesponserten Vierer stammen aus Hamburg und aus Osnabrück. Einmal in der Woche trainieren die Realschüler aus Jünkerath mit ihrem Pädagogen Sebastian Sammet, der auch Vorsitzender des Schülerrudervereins Kronenburger See ist. Theo Weidebach trainiert das Ruderteam der Schmidtheimer Georg-Schule. Ein wenig Lampenfieber war am Sonntag bei der ersten Ruderregatta bei den Teams zwar zu spüren, auf dem Wasser kämpften sie jedoch voller Engagement und eiferten der Weltmeisterschaft der Ruderer nach.

Regatta ab jetzt jährlich


Im Rahmen einer kleinen Ausstellung stellte sich der Schülerruderverein Kronenburger See, der sich erst in diesem Jahr gegründet hat, vor. Anschließend wurden die Boote mit Vertretern der Firma Gerolsteiner sowie vom Vertreter des Bürgermeisters, dem Kronenburger Ortsvorsteher Reinhold Rader sowie der Bürgermeisterin Diane Schmitz getauft. Sie nahmen auch die Siegerehrung vor.
Nach dem Einfahren ging es auf der 500-Meter-Strecke dann um Punkt und Sieg. Der Kampfrichter und Berater Volker Smolka aus Euskirchen gab den beiden Teams mit auf den Weg: "Im Boot herrscht Ruhe, es werden nur die Kommandos des Steuermanns befolgt." Beide Teams legten sich nun mächtig ins Zeug. Die beiden Trainer fieberten geradezu mit ihrer Mannschaft. Schließlich hatten die Realschüler aus Jünkerath die Technik im Boot besser umgesetzt und siegten souverän. Bei der Siegerehrung überreichten die beiden Bürgermeister den wie bei einer großen Regatta korrekt aufgereihten Teilnehmern die Flaggen beider Bundesländer. Für die Siegermannschaft gab es natürlich einen Pokal.
Sebastian Sammet betonte, die Hauptinitiative der jährlichen Regatta gehe von den beiden Schulen aus. Sie solle nun einmal pro Jahr auf dem Kronenburger See stattfinden. Er freute sich aber auch, dass der Dahlemer Bürgermeister Reinhold Müller sich im Vorfeld dem Projekt gegenüber äußerst offen gezeigt hatte. Dieser hatte versprochen, immer ein offenes Ohr für die Belange des Vereins zu haben. Er stellte eine Fläche zur sicheren Lagerung der Boote am See in Aussicht. Insgesamt verfügt der junge Verein nun über zwei Doppelvierer, einen Doppelzweier und drei Jugendeiner, sogenannte Skiffs. Mit dieser Ausrüstung kann für zwei Schulen eine Ausbildung im Rudersport durchgeführt werden. Die Aktivitäten können jeweils mittwochs in der Zeit von 14 bis 16 Uhr am Kronenburger See beobachtet werden.
Der Verein trifft sich nach Absprache 14-tägig samstags in der Zeit von 9 bis 11 Uhr zur Ruderausbildung. Durch den Rudersport arbeitet die Georg-Schule Schmidtheim kreis- und länderübergreifend. Neben dem Teamgeist und der sozialen Entwicklung der Mannschaft werde auch der Kontakt zu weiteren Ruderern auf unterschiedlichen Wasserstraßen gefördert, erklärte Theo Weidebach. Die Vorsitzenden sind sich einig, dass die Ruder-Arbeitsgemeinschaft eine wichtige Säule für die anstehende Ganztagsbetreuung in der Schule bilde.
Proberunde für Neugierige


Rund 20 interessierte Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, im Ruderboot einen kleinen Schnupperkurs zu absolvieren. Dazu wurde auf dem Kronenburger See jeweils eine Schleife mit den Teilnehmern gedreht. Alle bekamen bei dieser Gelegenheit einen Eindruck davon, wie es beim Mannschaftssport zugeht.