1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Rückblick Aufregung um geplante Rettungswache in Bitburg und ein Politiker vor Gericht

Zurückgeblättert : Ein Politiker auf Abwegen

Bitburg-Prüm (noj) Vor 20 Jahren, wurde über den Neubau einer DRK-Rettungswache und eines Supermarktes diskutiert. Was sonst noch geschah: Aufregung um geplante Rettungswache in Masholder: Das DRK plant eine neue Rettungswache auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück auf der Masholder Höhe.

Dagegen protestieren Anwohner, sie befürchten eine Lärmbelästigung durch Nacht-Einsätze. Etwa 5770 Einsätze fallen pro Jahr in der Rettungswache an, die sich noch in der Rot-Kreuz-Straße befindet. Das DRK beruft eine Anliegerversammlung ein. Dort versucht der Kreis-Geschäftsführer die Bedenken zu zerstreuen. Bei den meisten Fahrten sei gar kein Martinshorn nötig, da die Ausfahrt direkt auf die Vorfahrtsstraße K 22 gebaut würde. Außerdem seien nur 30 Prozent der Einsätze wirkliche Notfälle. Der Spatenstich zur Rettungswache erfolgt im November des selben Jahres. Im August wird die Rettungswache eröffnet.

Polit-Krimi: Die Affäre um den damaligen stellvertretenden SPD-Vorsitzenden in Bitburg schlägt hohe Wellen. Seit April ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Mann. Der Vorwurf: Verkauf von Drogen an Minderjährige, später kommen sexuelle Nötigung und sexueller Missbrauch von Minderjährigen hinzu. In Bitburg wird heftig diskutiert, wer von der Partei damals was wann von den Vorwürfen gewusst hat. Es wird dementiert und schließlich geschwiegen. Der Beschuldigte wird zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

 Logo zurückgeblättert
Logo zurückgeblättert Foto: TV/Lambrecht, Jana

Diskussion um Supermarkt: Der Stadtrat kippt bei seiner Sitzung den geplanten Extra-Markt in der Mötscher Straße. Zunächst lehnte das Gremium den Markt ab. Im Mai 1999 gibt es dann doch Zustimmung. Der Investor hatte seine Enttäuschung über die Ablehnung kundgetan und mit juristischen Schritten gedroht. Bei der Abstimmung fehlen drei CDU-Ratsleute, zwei von der FBL, so dass die notwendigen Stimmen für den Supermarkt zustandekommen. Die Pläne für den Markt kommen einige Monate später im November noch einmal auf die Tagesordnung des Stadtrats. Diesmal stimmt das Gremium für eine kleinere Variante. Im Mai 2000 ist schließlich Baubeginn.