Rückhaltebecken sorgt für Engpass

Rückhaltebecken sorgt für Engpass

NEUERBURG. Für Behinderungen im Verkehr durch Neuerburg sorgt derzeit eine Sperrung der Tränkstraße. Dort wird noch bis zum Wochenende an einem Regenrückhaltebecken gearbeitet.

Wer von der einen Neuerburger Ortshälfte in die andere fahren möchte, muss im Moment ein paar Minuten mehr einplanen: Die Tränkstraße ist komplett gesperrt. Die schmale Umleitungsstrecke über die Weiherstraße ist mit Ampeln geregelt. "Immer wieder werde ich von Leuten darauf angesprochen, die wissen wollen, was da überhaupt gemacht wird", sagt Willi Hermes, der zur Zeit Stadtbürgermeister Hans Heinen vertritt. Die Antwort ist immer wieder die gleiche: "Das Regenrückhaltebecken war sehr marode. Da die Tränkstraße sowieso erneuert werden musste, war dies ein guter Anlass, das Becken ebenfalls zu sanieren", sagt Hermes. Während einige Tage lang der Verkehr an der Baustelle mit einer Ampel geregelt war, ist die Tränkstraße seit vergangener Woche nun komplett gesperrt. "Das Loch, das gegraben wurde, ist einige Meter tief. Dadurch hat sich der Fels gelöst und ist nachgerutscht", erklärt Hermes. "Mit der vorübergehenden Vollsperrung der Straße kann die Baufirma schneller und gezielter arbeiten." Hochbetrieb herrscht dadurch in der schmalen Weiherstraße, durch die die Umleitung führt. "Anfangs gab es ein paar Probleme mit den Bussen, die durch die engen Kurven fahren mussten. Allerdings gibt es für die kurze Zeit keine andere Möglichkeit", sagt Hermes. Sollten die Arbeiten planmäßig verlaufen, wird der Verkehr ab dem Wochenende wieder wie zuvor einspurig durch die Tränkstraße geregelt werden. Wenn das neue Regenrückhaltebecken installiert ist, wird die Straße mit einer provisorischen Asphaltdecke zugemacht, bevor im September der nächste Schritt des Bauvorhabens angegangen wird: der Ausbau von Post- und Tränkstraße.Eingestürzte Enzmauer wird auch repariert

Neben der Erneuerung der Fahrbahn werden auch Laternen und Bürgersteige auf Vordermann gebracht. Im Stadtpark wird die Enzmauer, die bereits vor längerer Zeit durch den Wasserlauf eingestürzt ist, renoviert. In Höhe des Ehrenfriedhofes, direkt am ehemaligen Post-Gebäude, soll eine Überquerungshilfe installiert werden. Die Kosten für das Gesamtprojekt - es umfasst 480 Meter Baustrecke - belaufen sich auf etwa 650 000 Euro. "Sollte es mit dem Grunderwerb keine Probleme geben, wird Baubeginn voraussichtlich nach den Sommerferien sein", sagt Projektleiter Helmut Bell vom LSV Gerolstein. "Anfangs werden wir nur den Teil der Straße aufreißen, den wir vor dem Winter fertig bekommen. Die zweite Hälfte werden wir dann im kommenden Jahr machen." Noch etwas dauern wird es mit dem Ausbau der Bitburger Straße in Neuerburg. "Um dort eine verkehrsberuhigende Maßnahme mit einer Fußgänger-Überquerung anzubringen, brauchen wir privaten Grund und Boden. Die Verhandlungen sind dort noch nicht abgeschlossen", sagt Bell.