RÜCKSCHAU

BITBURG/TRIER/WITTLICH. (lars) Von Weihnachten 1944 bis Kriegsende fielen immer wieder Bomben auf die Region. In den vergangenen zehn Jahren musste der Kampfmittelräumdienst in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück 33 Mal eingreifen und Blindgänger entschärfen.

Insgesamt mussten bei diesen Einsätzen mehr als 22 000 Menschen in Sicherheit gebracht werden - ähnlich viele wie bei der Entschärfung der drei Fliegerbomben in Hannover am vergangenen Wochenende. Hier eine Rückschau auf einige Bombenfunde der vergangenen Jahre:OBEREHE, MÄRZ 1997: Eine 1000-Pfund-Bombe entdeckt ein Landwirt in Oberehe (Kreis Daun) auf seinem Grundstück. Ehe der Fund entschärft ist, muss eine Bundesstraße gesperrt werden. BITBURG, NOVEMBER 1997: Bei Baggerarbeiten in der Mötscher Straße wird eine 250-Pfund-Bombe in Bitburg gefunden. Die Mötscher Straße wird für mehrere Stunden gesperrt. Etwa 100 Anwohner werden in Sicherheit gebracht. PRÜM, APRIL 1998: Beim Bau des neuen Teichplatzes in Prüm stößt ein Baggerführer auf einen Weltkriegs-Sprengkörper. Rund 1500 Menschen müssen ihre Wohnungen vorsorglich verlassen, da das Fundstück mitten in der Innenstadt liegt. PRÜM, MAI 1998: Wieder taucht am Teichplatz in Prüm eine Weltkriegsbombe auf. Die Anwohner müssen wieder raus aus ihren Wohnungen. PRÜM, JUNI 1998: Dritter Bombenfund am Teichplatz. Eine Fünf-Zentner-Fliegerbombe wird von Bauarbeitern frei gebuddelt. Erneut werden 1500 Prümer in Sicherheit gebracht. PRÜM, JUNI 1998: Und wieder: Der vierte Bombenfund am Teichplatz. BITBURG, JULI 1998: Zwangspause für das Folklorefest in Bitburg, weil ein Baggerfahrer in der Brodenheckstraße in 2,40 Meter Tiefe auf einen Blindgänger stößt. 1500 Bitburger müssen vorsorglich ihre Häuser verlassen. IRREL, JUNI 1999: 300 Menschen müssen weichen, als auf dem Bahnhofsgelände von Irrel eine Fünf-Zentner-Bombe gefunden wird. GEROLSTEIN, SEPTEMBER 1999: Bei Straßenbauarbeiten in der Gerolsteiner Brunnenstraße stößt ein Baggerfahrer auf ein Weltkriegsrelikt. Im Umkreis von 300 Metern müssen die Anwohner ihre Häuser verlassen. Der Gerolsteiner Sprudel stellt am Standort Innenstadt seine Produktion früher ein als geplant. TRIER, FEBRUAR 2000: Mehrere hundert Menschen müssen rund um den Trierer Hauptbahnhof ihre Häuser verlassen, da eine Fünf-Zentner-Bombe entschäft werden muss.BITBURG, AUGUST 2000: In der Bitburger Denkmalstraße wird eine Bombe gefunden. Der Zünder ist jedoch verbogen und der Kampfmittelräumdienst entschließt sich, das Fundstück auf ein Militärgelände bei Rittersdorf zu bringen, um es dort zu entschärfen. Während des Transports müssen 1500 Bitburger ihre Häuser verlassen.BITBURG, AUGUST 2003: Der Fund einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hält Bitburg in Atem: In der Innenstadt müssen 2000 Bewohner ihre Häuser verlassen, als die Bombe in der Baustelle für einen neuen Aldi-Markt in der Neuerburger Straße entschärft wird. Die komplette Fußgängerzone und ein Seitentrakt des Bitburger Krankenhauses liegen im Evakuierungsgebiet. BITBURG, JANUAR 2006: Nachdem ein Förster eine 46 Kilogramm schwere Bombe in einem Wald bei Bitburg gefunden hat, macht sich der Kampfmittelräumdienst auf die Suche und findet binnen zwei Tagen fünf weitere Splitterbomben gleicher Art in dem Waldstück. TRIER, MÄRZ 2006: In Trier-West wird wird eine Fünf-Zentner Bombe gefunden. 2100 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, als sie zwei Tage später entschäft wird.