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Rummel, Rumba, Rambazamba und russische Folklore

Rummel, Rumba, Rambazamba und russische Folklore

Am Karussell wird poliert, der Mandelstand ist bestückt, die Zuckerwatte steht bereit und die ersten Würstchengrills laufen. Die Schausteller bereiten sich am Beda-Platz auf das Folklore-Festival vor, das heute Abend mit einer Rocknacht im Festzelt beginnt. Am Donnerstagabend gab es im Haus Beda einen Russischen Abend.

So bauten die Schausteller am Donnerstag den Wellenreiter für das Folklore-Festival auf. Der Rummel hat täglich geöffnet.

Am Donnerstagabend gab es beim Russischen Abend im Haus Beda schon einmal einen Vorgeschmack auf das Folklore-Festival. (scho)

Meinungen zum Folklore-Festival

Einfach nur wunderbar!

Ich liebe es, dieses Grenzlandtreffen, das nicht mehr so heißen darf, weil das zu altmodisch klingt und angeblich dann kein Auswärtiger mehr kommt. Dabei ist das genaue Gegenteil der Fall. Kein Mensch, außer ein paar Offiziellen, sagt Folklorefestival und es kommen trotzdem Himmel und Menschen aus aller Herren Länder. Und es kommen vor allem ganz viele alte Freunde, Verwandte oder frühere Nachbarn, die man lange nicht mehr gesehen hat und die einem am Wochenende garantiert irgendwo über den Weg laufen - am Bierstand, im Zelt, in der Stadt, auf dem Rummel. So wie letztes Jahr mein alter Freund Josef. Der stammt eigentlich aus Gindorf, hat sich aber der Liebe wegen schon vor Jahrzehnten in Mainz niedergelassen. Gefühlt hatte ich ihn seit 30 Jahren nicht mehr gesehen und dann letztes Jahr, samstags beim Treff der Kulturen, stand er plötzlich vor mir. Und ich sagte: "Tach Jupp, bas dou et?" Einfach wunderbar, dieses Grenzlandtreffen!

Damian Schwickerath

Es muss nicht immer Polka sein

Seien es Tänzerinnen von den Osterinseln mit halben Kokosnüssen oder Stelzenläufer aus Belgien. Das Grenzlandtreffen - pardon Folklorefestival - ist immer für eine Überraschung gut. Diese ungewöhnlichen Gruppen machen sicher einen Teil der Faszination des Fests aus, bei dem Bitburg so richtig international daherkommt. Doch es gab auch eine Konstante, die das Fest immer wieder zum Erlebnis gemacht hat: die lustigen Waliser von Coranation Brass aus Caerphilly in der Tradition von Tim Lord. Wenn die beim abendlichen Konzert auf dem Petersplatz loslegten, ging die Arbeit in der wenige Meter Luftlinie entfernten Redaktion des Trierischen Volksfreunds in der Hauptstraße plötzlich schwungvoll von der Hand. In diesem Jahr sind die Brass-Musiker wieder mit von der Partie, die eindrucksvoll beweisen, dass es beim Folklorefestival nicht immer nur Polka sein muss. Und, dass sich ein Besuch Bitburgs lohnt.

Harald Jansen

Mit Händen und Füßen verständigen

Europäisches Folklorefestival? Okay, es war richtig, den Namen zu tauschen. Wer fängt denn auch als Auswärtiger mit dem Begriff Grenzlandtreffen etwas an?! Niemand. Trotzdem: Für mich und wohl für viele (Exil-)Bitburger ist und bleibt es das Grenzlandtreffen. Ein buntes, ausgelassenes Fest mit Musik-, Trachten- und Tanzgruppen aus den unterschiedlichsten Ländern. Und wirklich ein Fest der Begegnung: auf den Plätzen der Stadt, im Festzelt oder sonstwo. In meiner Jugendzeit haben wir uns oft mit jungen Leuten aus aller Herren Länder die Nacht um die Ohren gehauen, geklönt, gefeiert, getanzt und getrunken. Wir haben uns prima verstanden, notfalls geradebrecht oder mit Händen und Füßen verständigt. Das ist schon ein paar Jahre her. Aber ich bin mir sicher, dass es heute beim Grenzlandtreffen nicht viel anders ist. Auch wenn das Festival offiziell längst nicht mehr so heißt.

Rolf Seydewitz

Nicht nur was für Trachten-Typen

Schon 15 Jahre Bitburg - eine lange Zeit, aber nicht lange genug, um Grenzlandtreffen in meinem aktiven Wortschatz zu verankern. Für mich ist es das europäische Folklorefestival - und ich bin damit eindeutig ein Zugereister. Trotzdem freue ich mich auf mein 16. Mal. Dabei bin ich kein Blasmusik- Volkstanz-Trachten-Typ. Ich kann noch nicht einmal sagen, dass die Einzelveranstaltungen mich vom Hocker reißen. Ganz ehrlich: Einiges kommt mir zu altbacken daher und der Einzug der Nationen zieht sich wie Kaugummi. Was das Festival für mich reizvoll macht, sind auch nicht spektakulär-exotische Gruppen. Es ist vielmehr, dass an den Tagen vor dem Fest und am eigentlichen Wochenende etwas Besonderes in der Bitburger Luft liegt. Manche nennen es Atmosphäre. Aber das ist ein zu stumpfes Wort: Es ist eine positive Spannung, eine schwingende Freude, eine Lust am Zusammensein, etwas Prickelndes, etwas im schönsten Sinne Ansteckendes.

Lars Ross

So geht das Grenzlandtreffen : 60 000 Besucher, 32 Tanz- und Musikensembles aus zwölf Ländern und jede Menge Programm
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