1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Saarländische Schwestern eröffnen Seniorenheim

Saarländische Schwestern eröffnen Seniorenheim

Ein neues Zuhause für 56 Senioren mitten in der Eifel: In Dahlem, auf der nordrhein-westfälischen Seite des Oberen Kylltals, hat das Seniorenheim Haus Marienhöhe seine Tore geöffnet.

Dahlem. "Nachdem wir einmal von dem Virus Dahlem befallen waren, konnten wir nicht mehr loslassen", schwärmte der Vorstandsvorsitzende des Saarländischen Schwesternverbands, Thomas Dane. Der Ort hat ihm gut gefallen - und auch der Honig von Josef Schweinheim hat richtig Eindruck gemacht. Dane: "Ich bin leidenschaftlicher Honig-Fan, und Josef Schweinheim ist passionierter Honigproduzent." Entstanden ist aber kein Bienenhaus, sondern ein Seniorenhaus für pflegebedürftige Menschen aus Dahlem und der Umgebung.
Seit einem Monat ist das "Haus Marienhöhe" geöffnet, nun wurde es offiziell eingeweiht. Bürgermeister Reinhold Müller ließ die Geschichte um das Haus Revue passieren. Vor allem Schweinheim habe sich intensiv um den Bau bemüht - so intensiv, dass er, sagt Müller, zeitweise als Mitarbeiter der Gemeinde angesehen werden konnte. Schweinheim und Alois Berhorst waren die Mentoren, die sich für den Bau unermüdlich eingesetzt haben.
Berhorst, zur Zeit der Planung des Projekts allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, ist inzwischen im Ruhestand. Müller befand: "Es ist ein zukunftweisendes Haus, das beste Stück in unserer Gemeinde." Dane sieht das Haus Marienhöhe gar als Messlatte für Pflegeeinrichtungen in der Eifel. Doch er weiß auch: Allein der Wohnkomfort führt nicht zum Erfolg. Zum echten Wohlfühlen sind das Zusammenspiel und die Akzeptanz des Pflegepersonals, der Bürger und auch der Bewohner selbst nötig.
13 Bewohner schon eingezogen



Die Leitung des Saarländischen Schwesternverbands legt bei der Pflege alter Menschen Wert auf "Menschlichkeit". Daher will sie mehr Fachkräfte einsetzen als vom Gesetzgeber verlangt. Das Haus bietet Platz für 56 pflegebedürftige Menschen.
Zur Einweihung herrschte drangvolle Enge. Neben den Menschen, die schon ins Haus eingezogen sind, waren auch zahlreiche Dahlemer gekommen, um das Haus Marienhöhe kennenzulernen. Gleich zu Beginn segneten die Priester Matthäus Zuska und Christoph Cäsar das Haus ein. Zur Eröffnung sangen der Kinderchor und der Männergesangsverein unter der Leitung von Paul Irmen. Kinder der Grundschule hatten eine Bilderausstellung vorbereitet. Schon jetzt ist man stolz aufs Haus: "Wir haben alles richtig gemacht", sagte Einrichtungsleiter Johannes Mans. Als "zukunftsweisend" sei die moderne Einrichtung anzusehen, die von der saarländischen Vitabau und Architekt Willi Latz gestaltet wurde.
Das zweieinhalbgeschossige Haus mit 56 Einzelzimmern passt in das Neubaugebiet Markusstraße. Jeweils 14 Einzelzimmer mit eigenem Bad und ein Wohn-Speisebereich werden zu vier kleinen Wohngruppen zusammengefasst. Eine familienähnliche Situation wird geschaffen, in der es auch Rückzugsmöglichkeiten gibt. Das Hauskonzept sieht vor, die Bewohner nach Möglichkeit und Interessen in die täglichen Arbeiten miteinzubeziehen - etwa beim Kochen. Wichtig sei es nun, wie Thomas Dane betont, "dem Haus eine Seele einzuhauchen." Das soll die Aufgabe der Pflegedienstleiterin Karla Müller und ihres Teams sein. Eine Vernetzung zwischen Haus und Ort soll herbeigeführt werden.
13 Menschen sind inzwischen schon im neuen Haus eingezogen, weitere Zimmer sind reserviert.