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Sänger Tom Gaebel und Band swingen im Echternacher Trifolion

Musik : Dr. Swing, der Grünkohl und James Bond

Tom Gaebel und seine Big Band treten am Sonntag, 22. April, unter dem Titel „Licence to swing“ im Echternacher Trifolion auf. Im TV-Interview sagt er, warum die Zuschauer unbedingt ins Konzert kommen sollen.

Dr. Swing kommt nach Echternach. Sänger, Bandleader und Entertainer Tom Gaebel will im Trifolion nostalgisches James-Bond-Flair aufkommen lassen. Warum er sich aber nicht als potenziellen Agentendarsteller sieht, was ihn am Swing begeistert und warum er Grünkohlkönig ist, lesen Sie hier.

Warum ist Swing Ihre Musik?

Tom Gaebel: Das ist ein Bauchgefühl. Ich habe eine Tendenz zu älterer und vor allem zu handgemachter Musik. Bei Swing gefällt mir das Melodiöse und das Locker-Leichte. Wenn etwas swingt, dann ist das etwas Wunderbares. Wenn aber etwas nicht swingt, das eigentlich swingen soll, ist das etwas Fürchterliches. Hölle und Himmel sind da ganz dicht beieinander. Wenn Swing aber gut gespielt wird, ist das einfach nur genial. Und ich hoffe und meine, dass wir das am Sonntag in Echternach gut machen.

Sie haben Posaune und Schlagzeug gespielt. Warum haben Sie sich für das Studium des Jazzgesangs entschieden?

Gaebel: Ich fand total viele Sachen toll und konnte mir musikalisch viel vorstellen. Irgendwann habe ich eine Sinatra-CD gekauft und war hin und weg von ihm und seiner Musik. Ich habe anfangs aber immer nur zuhause gesungen. Dann sagte ein Mitbewohner von mir: Nimm doch mal Unterricht. Das war so um 2000/2001. Also bin ich allmählich weg von der Posaune und hin zum Gesang.

Warum ist Frank Sinatra Ihr Vorbild und Ihre Inspiration?

Gaebel: Er ist einfach der wichtigste Sänger der ganzen Popularmusik bisher. Er hat ja in der 30er Jahren schon die ersten Sachen aufgenommen und durch seine Karriere so unfassbar viele, geniale Aufnahmen gemacht und viele neue Dinge ausprobiert. An ihm kommt man einfach nicht vorbei, egal, welche Musik man macht. Daneben habe ich mich in diese Stimme verliebt, in diesen Sound der 50er und 60er Jahre.

Jenseits der Tourneen, die Sie machen: Was sind Ihre aktuellen Pläne?

Gaebel: Ich bin gerade in den letzten Zügen mit meinem achten Album. Mit den Jahren werde ich immer anspruchsvoller. Deswegen dauert jedes neue Projekt immer noch länger. Das Album wird noch dieses Jahr herauskommen, wahrscheinlich im September. Es wird heißen: Perfect Day. Und drauf sind fast nur eigene Titel.

Wenn Sie jemandem eine Karte für das Konzert in Echternach verkaufen müssten: Was würden Sie ihm sagen?

Gaebel: Ich würde sagen: „Pass auf: Stehst du auch auf James Bond, Star Wars und diese alten Filme? Dann komm zum Konzert. Denn dafür haben wir alle alten Filmsongs zusammengepackt und präsentieren sie so, dass es für uns und die Zuschauer ein großes Fest wird.“

Für Ihre CD zu dem Titel „The Cat“ haben Sie ein Video gedreht, in dem Sie selbst als eine Art James Bond agieren. Wären Sie denn gerne mal James Bond?

Gaebel: Ich glaube, für den James Bond habe ich nicht genug Muskelkraft. Ich möchte auch nicht ständig Frauen schlagen. Das Männerbild des James Bond ist ja teilweise extrem aus der Zeit gefallen, wenn man sich die Filme anschaut. Aber die Musik ist wahnsinnig gut. Deswegen kam auch die Idee, mal eine solche Tournee zu spielen, mal selbstironisch zu sein als Agent im feinen Anzug.

Das finden wir alle witzig und das macht Spaß.

Sie sind Osnabrücker Grünkohlkönig 2018. Wie kamen Sie zu dieser Ehre?

Gaebel: Wenn ich das mal wüsste. Da wird man nominiert und bekommt eine Anfrage, ob man es machen will. Bei uns im Norden hat das eine lange Tradition. Da geht es darum, sich zu treffen, was zu trinken und die Tradition des Grünkohl-Essens zu pflegen. Gott sei Dank hat man als Grünkohlkönig so gut wie keine Aufgaben - außer eine Antritts- und eine Abschiedsrede zu halten. Aber es ist witzig und macht Spaß.

Das Konzert von Tom Gaebel und Band ist am Sonntag, 22. April, 19 Uhr, im Trifolion Echternach. Karten: E-Mail: info@
luxembourgticket.lu, Telefon 00352/4708951; www.
luxembourgticket.lu