Säugling in der Prümer Innenstadt ausgesetzt: Polizei sucht die Eltern

Säugling in der Prümer Innenstadt ausgesetzt: Polizei sucht die Eltern

In der Prümer Innenstadt ist am Montagnachmittag ein Säugling ausgesetzt worden. Der kleine Junge ist offenbar am gleichen Tag geboren, die Polizei sucht nun nach Hinweisen, die zu seinen Eltern führen können.

(red/fpl) Wie die Prümer Polizei berichtete, hatte eine Frau den kleinen Jungen gegen 16.20 Uhr in der Kalkstraße, einem teilweise befahrbaren, zwischen der Spiegelstraße und dem Hahnplatz verlaufenden Fußweg, entdeckt und die Beamten verständigt.

Das Kind, eingewickelt in ein weißes Laken, war nach Angaben der Polizei neben einer Sitzbank auf dem Boden abgelegt worden. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Säugling, der wahrscheinlich am Montag geboren wurde. Ein Rettungshubschrauber flog den Jungen nach Trier, dort wird er im Mutterhaus-Klinikum behandelt. Über seinen Gesundheitszustand ist noch nichts bekannt.

Eine Anwohnerin berichtet, dass sie die Sirenen der Rettungsfahrzeuge ganz nah an ihrem Haus gehört habe: "Ich dachte, es sei ein Unfall passiert." Sie habe allerdings nicht nach draußen geschaut. Ihre Reaktion, als sie von dem Vorgang erfuhr: "Furchtbar."

"Wir haben noch überhaupt keinen Hinweis, wie das Kind dort hinkam oder wer die Mutter ist", sagt Karl-Peter Jochem, Sprecher des Polizeipräsidiums Trier, am Dienstagmorgen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, das Jugendamt der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm ist eingeschaltet. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Prüm entgegen, Telefon 06551/9420.

Extra: Hilfe für Frauen in Notsituationen

Die Schwangerenberatung von Donum Vitae im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist erreichbar in Bitburg unter Telefon 06561/ 695016, Beratungen in Prüm nach Absprache. Der Caritasverband Westeifel berät unter 06561/96710 in Bitburg und unter 06551/971090 in Prüm.

Das Jugendamt des Eifelkreises ist erreichbar über die zentrale Nummer der Kreisverwaltung: 06561/150. Der Kreis hat auch einen "Beratungsführer Jugendhilfe" herausgegeben, der weitere Adressen und Ansprechpartner aufführt. Er ist erhältlich bei der Kreisverwaltung und liegt außerdem in Schulen, Kindergärten und Entbindungsstationen aus. fpl

Mehr von Volksfreund