Sammeleifer für Bedürftige in Afrika

Sammeleifer für Bedürftige in Afrika

An der Leopold-von-Daun-Realschule gibt es seit vielen Jahren eine Brillensammelstelle. Im Rahmen der Projekttage beschäftigte sich eine Schülergruppe mit dem Thema und lud den Trierer Afrika-Missionar Otto Walter ein.

Daun. (bb) "Machen Sie sonst noch etwas außer Brillen sammeln?" Als die zwölfjährige Meike Hörz dem Pater aus Trier diese Frage stellt, muss er lachen und sagt: "Ja, wir haben noch viele andere Aufgaben." Doch zunächst hält er einen Streifzug durch sein Leben: dass er als 13. Kind einer Berliner Familie geboren wurde; wie er auf einer Jesuitenschule mit der Afrika-Mission in Kontakt kam; dass er 1960 bei den "Weißen Vätern" in Trier eintrat, Philosophie studierte, zum Priester geweiht wurde, Erzieher und Religionslehrer war. Heute ist Pater Otto Walter Superior der Niederlassung in Trier; zuvor war er sechs Jahre Provinzial in Köln."Warum nennen Sie sich ,Weiße Väter'?", will Meikes Klassenkamerad Gabriel Goeden wissen. "Das kommt von unserem weißen Ordenskleid", erklärt Pater Walter. Die zweite Bezeichnung der Ordensleute sei "Afrika-Missionare", sagt er, "weil wir ausschließlich in Afrika wirken, und zwar in 22 Ländern." Er berichtet von den wirtschaftlichen, medizinischen und hygienischen Problemen dort. Er erzählt, dass die Kinder in Afrika traurig sind, wenn sie nicht zur Schule gehen dürfen. Über Aids, Cholera und Malaria kommt er auf Augenkrankheiten zu sprechen. In der Hauptstadt des Landes Burkina Faso hätten die Weißen Väter eine Augenklinik eingerichtet. "Und dorthin bringen wir die Brillen, die ihr gesammelt habt", erklärt er der Schülergruppe, zu der neben Meike Hörz und Gabriel Goeden noch Clara Engeln, Tobias Küpper, Lukas Reimer, Dominik Schmitz, Matthias Steffens, Maximilian Trenn und Elena Zimmer gehören. Kontakt: Pater Otto Walter, Dietrichstraße 30, 54290 Trier, Telefon 0651/975330, Fax: 0651/9753350, E-Mail: afrikamissionare-trier@t-online.de.