Scanner gegen den Personalmangel

Scanner gegen den Personalmangel

Eine Maschine liest ab Oktober die Steuererklärungen aus. So will das Finanzamt Bitburg Prüm personellen Engpässen begegnen. Wird bald alles digital? Ein Überblick darüber, was sich alles ändert:

Bitburg/Prüm Steht die richtige Zahl in der richtigen Lücke, stimmt das Datum, sind alle wichtigen Belege dabei? Ob bei der Steuererklärung alles in Ordnung ist, haben bislang Finanzbeamte geprüft.
Das soll sich ab Oktober ändern. Denn dann übernimmt ein Scanner die Überprüfung der Dokumente, die beim Finanzamt Bitburg-Prüm in Papierform eingehen.

Was ändert sich für den Bürger? Eigentlich nicht so furchtbar viel. In beiden Service-Centern - also in Bitburg und in Prüm - werden Erklärungen nicht mehr direkt bearbeitet oder Belege und Eintragungen geprüft. Die Beamten schauen nur noch kurz auf die Unterschrift und die Steuernummer. Den Rest erledigt der Scanner.
Aber keine Angst: Wer bei Lohnsteuermerkmalen, Steuerklassen und ähnlichem nicht durchblickt, bekommt weiterhin Hilfe. Konkrete Fragen beantworten die Mitarbeiter nach wie vor.

Was ändert sich für die Finanzämter? Arbeitsabläufe sollen schneller, Mitarbeiter entlastet werden. Hintergrund seien personelle Engpässe, teilt das Amt mit. Die Scanner sollen den Beamten also Arbeiten abnehmen, die sie sonst viel Zeit kosten.
Noch mehr Arbeit kann sich das Finanzamt sparen, wenn die Bürger die Steuererklärung nur noch in elektronischer Form übermitteln. Das Amt empfiehlt dafür die Internetseite <%LINK auto="true" href="http://www.elster.de" text="www.elster.de" class="more"%> zu nutzen.

Was ändert sich langfristig? Beim Finanzamt soll alles digital werden. Der Trend geht vom Papier zur elektronischen Datei. So hat es der Bundestag im sogenannten Bundesgesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens beschlossen.
Konkret heißt das: Die Finanzverwaltung soll künftig in zahlreichen Fällen auf die Vorlage von Papier-Nachweisen verzichten.
Wenn der Scanner keinen Anlass findet, braucht man also keine Belege mehr. Dokumente werden höchstens stichprobenartig angefordert.

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