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Schade um die schönen, treuen Dienste

Schade um die schönen, treuen Dienste

TV-Leser Richard Ott schreibt eine Trauerrede auf den stillgelegten Dasburger Gedautomaten.

Dasburg (fpl) Richard Ott aus Dasburg hat sich nach unserem Beitrag von Dienstag über den Fortgang der Dorferneurung ("Dasburg krempelt die Ärmel hoch") in der Prümer Redaktion gemeldet: Er dankt für den "schönen Artikel", merkt allerdings leicht angesäuert an, dass ihm darin ein Aspekt gefehlt habe: Denn seit gestern kann man dort den Geldautomaten der Raiffeisenbabk Westeifel nicht mehr nutzen.
Der TV hatte im April darüber berichtet, dass die Bank den Automaten stillegen werde - weil, so hieß es damals in einer Mitteilung, die Erträge und Kosten "in keinem Verhältnis mehr" zueinander gestanden hätten. Der Automat sei einfach nicht von genug Kunden genutzt worden. Ott - früher Mitglied des Ortsgemeinderats - merkt nun sarkastisch an, dass sich anscheinend um die Erhaltung des Automaten "keine Arbeitsgruppe" im Rahmen der Dorferneuerung kümmere - "oder es wird einfach hingenommen. Alle beschweren sich darüber, leider tut niemand etwas und am Freitag ist der letzte Tag."
Das ärgert Ott. Und deshab hat er dem Geldautomaten, den er so schätzte, eine Traueranzeige gewidmet. Wir wollen sie den Lesern nicht vorenthalten.
"Beendet ist ein kurzes Leben, das viel geleistet, viel gegeben!" So heißt es obendrüber. Und weiter: "Ein Leben voll Liebe, Güte und Hilfsbereitschaft soll nun sein Ende finden. Dieser Automat war von 2006 bis heute in unserem Dorf eine sehr gute Einrichtung. Er hat die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, die der Nachbargemeinden auch über der Grenze und die Besucher und Touristen von Dasburg und Umgebung mit Geld und sonstigen Dienstleistungen versorgt. Die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger und welche, die nicht mobil sind, konnten sich an ihm bedienen."
Das sei nun vorbei: "Wir verlieren eine hilfreiche Einrichtung, die dem Dorfsterben wieder eine gute Vorlage leistet. Die positiven Werte dieses Gerätes, die von den oben genannten Menschen wertgeschätzt wurden, gehen mit dem Abbau dahin.
Otts letztes Wort: "Trotzdem sind wir unserem Automaten zu großem Dank verpflichtet und werden dem Gerät, nicht dem Unternehmen, ein ehrendes Andenken bewahren."