Schätze der Fidei

ORENHOFEN/PHILIPPSHEIM. Ortsgeschichte, Kunst und Kultur der Fidei behandelt das Buch von Robert Reuter aus Orenhofen und Matthias Thömmes aus Philippsheim, das am kommenden Wochenende vorgestellt wird. Es ist der zweite Band, der sich mit dem Lebensraum der Fidei beschäftigt.

Die Fidei hat es ihm angetan, denn die Fidei ist seine Heimat: Robert Reuters Ambitionen hinsichtlich dieser Region sind nicht zu leugnen, hat er bereits in verschiedene Werke Mühe und Arbeit gesteckt, damit auch die kleinsten Sehenswürdigkeiten oder Reste von historischen Fakten der Nachwelt erhalten bleiben. Im zweiten Band "Die Fidei" nimmt der Heimatforscher gemeinsam mit Matthias Thömmes Ortsgeschichte, Kunst und Kultur unter die Lupe. Intensive Recherchen im Landesmuseum und Bistumsarchiv Trier, im Landeshauptarchiv Koblenz sowie im Archives départementales de la Moselle in Metz, gingen dem fast 600 Seiten langen Werk voraus. "Das ist aber eine Seltenheit, dass aus Deutschland jemand kommt", habe man in Metz gesagt, berichtet Reuter, der sich dort mehrere Tage lang aufhielt, um in "alten verstaubten Akten" nach heimlichen, ideellen Schätzen der Fidei zu suchen. Und die hat er gefunden. Was bedeutet das Kreuz am Wegesrand, wer hat es errichtet und aus welchem Grund? Was bedeutet dieser oder jene Gedenkstein? Was sagen die Eingangsportale, Türgewände und Haustüren aus? Wer hat dieses oder jenes Gebäude errichtet, seit wann gibt es die Grillhütte in Preist oder die Eifellandhalle in Orenhofen? Diese und unzählige andere Details aus der früheren und heutigen Dorf-, Bau-, Kirchen- und Regionalgeschichte finden Antworten in dem neuen Band über die Dörfer der Fidei, zu denen Orenhofen, Daufenbach, Preist, Schleidweiler, Zemmer und Rodt gehören. "Uns war es wichtig, dass die Menschen nicht nur an den Dingen vorbeigehen", sagt Thömmes. "Wir müssen das den Menschen mitteilen, um sie für die Schönheit unserer Heimat zu sensibilisieren", betont Reuter, viele Bürger aus der Fidei haben uns dabei unterstützt mit Fotos oder Erläuterungen beispielsweise bei den Hausnamen." Mehr als 350 Namen und verschiedene Hauswappen konnten so festgehlten und erklärt werden. Farb- oder Schwarzweiß-Fotografien erläutern das geschriebene Wort und regen zum Weiterlesen an. Unterstützung fand Reuter auch bei Professor Andreas Heinz aus Auw, der vor allem bei der Übersetzung lateinischer Texte behilflich war und jederzeit mit seinem Fachwissen zur Seite stand. Aus wissenschaftlicher Vorarbeit entstand ein Buch, das für jeden Heimatfreund sprachlich ansprechend und klar gegliedert ist. Auch überregional dürfte das Werk von Interesse sein, denn Kleinode und Geschichte, aber auch Nachahmer gibt es überall. Froh, zufrieden und stolz sind die Verfasser über die Vollendung des Werkes, aber erst, "wenn das auch bei der Bevölkerung ankommt", lehnen sich die Verfasser Reuter und Thömmes zurück. Aber nicht lange, denn ein neues Projekt ist schon in Planung. Die Buchvorstellung ist am Sonntag, 29. Oktober, 14.30 Uhr, in der Eifellandhalle in Orenhofen. Das Buch "Die Fidei", Band 2 - Ortsgeschichte, Kunst und Kultur, ist erschienen im Helios Verlag und kostet 19.90 Euro. ISBN 3-938208-31-7; ISBN 978-3-938208-31-1. Ab 30. Oktober ist es in Buchhandlungen der Region sowie bei Banken und Sparkassen erhältlich.

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