Schlachthof unter Dach und Fach

Das bislang offene Betriebsgelände des EG-Schlachthofs in der Prümer Wenzelbach, auf dem die Viehtransporter wenden und die Tiere ausladen, soll unter Dach kommen. Das hat der Planer Horst Lenz vom Planungsbüro Lenz&Partner bei der jüngsten Stadtratssitzung am Dienstagabend vorgestellt.

Der EG-Schlachthof soll eine neue Halle für die Tieranlieferung bekommen. TV-Foto: Archiv/Christian Brunker

Prüm. (ch) Nach langen Diskussionen über die Ausweisung eines "Sondergebietes Schlachthof" in der Prümer Wenzelbach ist nun anscheinend eine Lösung gefunden worden, mit der sowohl Schlachthofbetreiber als auch Anwohner leben können. Der Grund ist eine seit Februar geltende Richtlinie. Diese sieht vor, dass lebende Tiere nur noch in geschlossenen Räumen abgeladen werden dürfen. Deshalb hat das von Schlachthofbetreiber Klaus-Dieter Fuchs beauftragte Büro Lenz&Partner eine neue Planung erstellt, die jetzt im Prümer Stadtrat präsentiert wurde. Der entsprechende Teil des Geländes soll demnach komplett überdacht werden und so eine geschlossene Halle entstehen. Obendrauf soll ein flach geneigtes Pultdach kommen, so dass die Stadtansicht "nicht wesentlich gestört wird", wie es in der Planung heißt. In Bezug auf die Lärm- und Geruchsbelastung der Anwohner sei das natürlich eine "deutliche Verbesserung", sagte Horst Lenz, der die neue Lösung im Rat vorstellte. "Aber für den Betreiber wird es teurer." Lenz betonte erneut, dass mit den Umbauten keine Kapazitätssteigerung angestrebt werde. Der Stadtrat stimmte der neuen Lösung einstimmig zu. Auch die Anwohner zeigen sich mit der gefundenen Lösung zufrieden. "Ich denke, es ist ein guter Kompromiss gefunden worden", sagt Heribert Haack.

Neues hatte Stadtbürgermeisterin auch in Bezug auf die Schließung der Post-Filiale in Prüm zu berichten. Nach der Resolution an die Post (der TV berichtete) hat es einen Besuch eines Post-Vertreters in der Abteistadt gegeben. "Er hat mir versichert, dass es auch künftig eine Poststelle in Prüm geben wird, wenn auch in anderer Form", sagte Weinandy. Gedacht werde an eine sogenannte "Shop-in-Shop"-Lösung, nach der die neue Stelle in einem anderen Geschäft angesiedelt werde. "Da gab es wohl viele Anfragen an die Post", berichtete Weinandy. Noch seien aber alle Möglichkeiten offen.

Die klassische Post in der Bahnhofstraße solle aber nach derzeitigem Stand bis 2011 bleiben. "Man hat mir aber zugesichert, uns frühzeitig zu informieren, wenn sich da etwas tut", sagte Weinandy.