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Schloßheck wächst zusammen

Schloßheck wächst zusammen

PRONSFELD/ORLENBACH. Das Ortsbild von Schloßheck hat sich im Laufe eines Jahres stark verändert. Parallel zum Ausbau der K 119 sind eine Reihe neuer Wohnhäuser entstanden.

Fast ein Jahr lang war die K 119 in Schloßheck gesperrt. Wer etwa von Lünebach in Richtung A 60 oder zum Industriegebiet Weinsheim pendelt, musste auf die B 410 durch das Prümtal ausweichen. Inzwischen ist die Strecke wieder offen und löst beim aufmerksamen Verkehrsteilnehmer Staunen aus. Denn das 980 Meter lange Straßenstück ist nicht nur komplett ausgebaut und umgestaltet worden. Auch entlang der Fahrbahn hat sich viel verändert. Ein- und Mehrfamilienhäuser sind dort in verschiedenen Stadien der Entstehung zu sehen: Mal ist erst das Fundament gegossen, mal steht der Rohbau, mal ist schon der Verputz aufgebracht.Gute Verkehrsanbindung und Erdgasanschluss

Der Ortsteil Schloßheck, der zum Teil auf Orlenbacher und zum Teil auf Pronsfelder Gemarkung liegt, bestätigt damit seinen Ruf als beliebter Wohnort. Neben dem Zuwachs an Bürgern für die beiden Gemeinden kommt auch die Schließung von Baulücken der Dorfentwicklung zugute. "Wir haben heute eine geschlossene Ortsdurchfahrt und sind nicht mehr so auseinander gerissen", sagt Orlenbachs Ortsbürgermeister Robert Joebges. "Die Verkehrsanbindung nach Bitburg und St. Vith kommt uns ebenso zugute wie die Nähe zur Milch-Union Hocheifel." Gerne nutzen die Bauherren den vor Jahrzehnten wegen der Muh verlegten Erdgasanschluss, um ihre Heizungen zu betreiben. Neben den Neubauten verschönerte auch mancher Alt-Anlieger sein Häuschen. Die Ortsgemeinde Pronsfeld verpasste dem Buswartehäuschen einen neuen Anstrich. Bis auf einzelne Tage kamen die Anlieger während der Bauphase der Straße zu ihrem Grundstück, wenn auch teilweise über Umwege. "Die Anlieger haben Verständnis gezeigt. Bei uns sind keine Beschwerden eingegangen", sagt Pronsfelds Ortsbürgermeister Winfried Richards. Einmündende Ortsstraßen und Wirtschaftswege wurden verkehrsgerecht angeschlossen, Privatzufahrten ebenfalls angepasst. Erstmals führt einseitig ein 1,50 Meter breiter Gehweg in Betonsteinpflaster entlang der Straße. Der Sicherheit der Fußgänger dienen außerdem fünf Mittelinseln mit Verschwenkungen der Fahrbahn. Die restliche Bepflanzung der Inseln soll im Herbst folgen. Rote Straßenlampen vervollständigen das neue Bild. 1 050 000 Euro kostet die Gemeinschaftsmaßnahme, die veranschlagte Bausumme wurde eingehalten. 518 000 Euro investiert der Kreis in den Straßenausbau. Für den neuen Schmutz- und Oberflächenwasserkanal zahlt die Verbandsgemeinde Prüm 432 000 Euro. Baulastträger des Gehwegs sind die Gemeinden (90 000 Euro). 11 000 Euro kostet die Leitung des Kreiswasserwerks. Joebges und Richards loben die gute Zusammenarbeit der Ortsgemeinden schon in der Planungsphase sowie die ausführende Firma in Bitburg, die den Zeitplan einhielt. Bereits beschlossen ist: Die L 16 zwischen Schloßheck und der Einmündung in die B 410 in Pronsfeld bekommt 2005 einen Bestandsausbau. Unterdessen hakt es wieder einmal beim lang ersehnten Lückenschluss der L 16 zwischen Schloßheck und A 60. Immer noch ungeklärte Grundstücksfragen verschieben den ursprünglich für August angekündigten Baubeginn des 1,5-Millionen-Euro-Projekts. Joebges: "Die große Umgehung über den Fliegenberg wäre natürlich die Ideallösung gewesen. Wir hoffen jedenfalls, dass es bald zu einer gütlichen Einigung kommt." Joebges Amtsnachfolger wählt demnächst der Gemeinderat.