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Schluss mit der Hampelei: Die Turnhalle kommt

Schluss mit der Hampelei: Die Turnhalle kommt

Fast drei Jahre ist es her. Im September 2013 musste die Turnhalle des Willibrord-Gymnasiums Bitburg wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Jahrelang kämpften Kreis, Schule und Stadt dafür, dass die neue Turnhalle größer wird als von der Schulbehörde ursprünglich vorgesehen. Nun laufen die Abrissarbeiten.

Bitburg. Na, endlich. Da tut sich also doch was. Auf dem Grundstück neben dem Willibrord-Gymnasium rollen die Bagger. Die Abrissarbeiten haben begonnen. "Wir haben die bewusst in die Ferien gelegt, um die Störungen für den Unterricht möglichst gering zu halten", sagt Ansgar Dondelinger, Sprecher der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm.
Gut fünf Millionen Euro investiert der Kreis in den Turnhallen-Neubau. Bis der so weit geplant werden konnte, war es ein zähes Ringen. Kern des Problems: Während der Kreis als Schulträger, Schulleitung, Lehrer und Schüler wie auch die Stadt und Vereine von Beginn an davon überzeugt waren, dass Bitburg eine große neue Turnhalle braucht, hatte die Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion (ADD) Trier als Schulaufsichtsbehörde den Antrag auf eine sogenannte Drei-Feld-Halle zunächst aus Kostengründen abgelehnt. Doch damit gab man sich vor Ort nicht zufrieden - und sollte schließlich Erfolg haben.
Bis Anfang dieses Jahres haben die Verhandlungen um die Größe der Halle gedauert. Schließlich konnte Martin Olinger von der Kreisverwaltung "im Kampf gegen die Windmühlen", wie er es genannt hatte, einen Erfolg verbuchen: Nachdem das Land zugesagt hatte, den Neubau mit 800 000 Euro zu unterstützen, stimmte auch die ADD zu (der TV berichtete). Auf der Zielgeraden hat dann noch der Brandschutz für Aufregung gesorgt: In der großen Drei-Feld-Halle war kein Platz für Zuschauer vorgesehen.Da schütteln alle den Kopf


Nicht nur für die Schule und die Schüler, auch für die Turnvereins-Vorstände Horst Werner und Thomas Elgass war das mehr als ein Grund zum Kopfschütteln: Da werden fünf Millionen Euro in einen großen Neubau investiert und nirgendwo soll Platz für Zuschauer sein? Nachdem dann ein zweiter Rettungsweg in die Planung integriert wurde, ist es nun in dem Neubau auch möglich, auf einer Galerie Platz für etwa 200 Zuschauer zu schaffen.
Nachdem damit endlich Pläne, Finanzierung und Genehmigung unter Dach und Fach waren, geht es nun tatsächlich los. Die marode Turnhalle, deren Standfestigkeit Statiker vor drei Jahren nicht mehr garantieren konnten, steht zwar noch - aber nicht mehr lange. "Wir hoffen, dass der Abriss bis Schulbeginn so weit abgeschlossen ist", sagt Pressesprecher Dondelinger. Gleich im Anschluss will der Kreis mit den Bauarbeiten beginnen. Läuft alles reibungslos, könnte die neue Turnhalle Mitte 2018 stehen - fünf Jahre nachdem die alte aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde. Aber das ist dann Geschichte, ebenso wie die alte Halle und die Graffitis, mit denen sich Generationen von Schülern dort verewigt haben. schoMeinung

Ende gut, alles gut
Natürlich hätte alles viel schneller gehen können - wenn der Kreis sich mit einer kleineren Turnhalle zufriedengegeben hätte. Ein Glück, dass Kreis, Schule, Stadt und Vereine das nicht getan haben. Denn schon jetzt gibt es Engpässe bei der Belegung der Hallen. Nicht nur das große Gymnasium, auch eine Stadt wie Bitburg braucht eine anständige Halle in einer angemessenen Größe - zumal die übrigen Sporthallen der Stadt in nicht allzu ferner Zukunft zu Sanierungsfällen werden. d.schommer@volksfreund.de