Schluss mit der Trägheit

Nach der Insolvenz der Windparks Sefferweich Nord und Süd sieht es derzeit so aus, als könnten sich die seit eineinhalb Jahren ruhenden Räder bald wieder drehen. Eine süddeutsche Investmentgesellschaft ist derzeit mit der gemeinde und den Grundstücksbesitzern in Gesprächen.

Sefferweich. "So wie es aussieht, wird es neue Verträge geben", sagt Richard Zeimetz, Ortsbürgermeister in Sefferweich, der sich voraussichtlich in der kommenden Woche mit dem zukünftigen Investor für die insolventen Anlagen bei Sefferweich treffen wird. Bei diesem Gespräch soll es dann unter anderem um die Wegenutzungsgebühr gehen, die eine Investmentgesellschaft für Windenergieprojekte aus München, als neuer Betreiber dann an die Gemeinde zu zahlen hat.Neue Verträge seien zwischen Investor auf der einen Seite und Grundstücksbesitzer sowie Gemeinde auf der anderen Seite deshalb nötig, da der Investor nicht der Rechtsnachfolger des bisherigen Betreibers Jörg Temme werde, erklärt Zeimetz. Das bedeute für die Gemeinde zwar, dass sie auf den seit 2004 nicht mehr bezahlten Wegenutzungsgebühren sitzen bleibe, habe aber vor allem für die Grundstücksbesitzer den Vorteil, dass der Rückbau der Anlagen vertraglich neu geregelt werden könne. Zwar war eine Bürgschaft auch in den bisherigen Verträgen mit der insolventen Betreibergesellschaft festgelegt, doch ist diese Bürgschaft nie hinterlegt worden.Was das Finanzielle betrifft, so zeigt sich Zeimetz zunächst einmal froh, das Kapitel Temme trotz offener Rechnungen abschließen zu können, und zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Investor besser funktionieren wird. Hoffnung für die Windanlagen auf Pützhöhe

Eine positive Wende werden die Verhandlungen nicht nur für die acht Windräder in Sefferweich Nord und Staffelstein haben, sondern auch für die drei ebenfalls seit eineinhalb Jahren ruhenden Anlagen in Sefferweich Süd. Hier, in unmittelbarer Nähe zur A 60, steht auch das Windrad, bei dem im Dezember 2005 eines der Rotorblätter abgebrochen war. Vor einigen Wochen wurde auch für diesen Windpark Insolvenz beantragt, und da es nach Auskunft des Trierer Insolvenzverwalters Jörg Wunderlich auch hier Verhandlungen mit dem neuen Investor gebe, könnte sich der ungewöhnliche Anblick bald schon erübrigen. Gleiches gilt für die drei ebenfalls von der Insolvenz betroffenen Windanlagen auf Pützhöhe, wie Wunderlich bestätigt. Auch hier, wo sich genauso lange Zeit nichts mehr bewegt hat, sieht es so aus, als könnten die Räder noch in diesem Jahr wieder den Zweck erfüllen, für den sie einst errichtet worden waren.

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