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Schmissige Musik und nostalgische Gefühle

Schmissige Musik und nostalgische Gefühle

WAXWEILER. (kth) Viele befreundete Fanfarenchöre, Musik- und Gesangsvereine und musikbegeisterte Bürger kamen zum Gratulieren: Der Waxweiler Fanfarenzug "Islek" feierte rund um das Dechant-Faber-Haus in Waxweiler sein 70-jähriges Bestehen.

Der Fanfarenzug "Islek" ist in Waxweiler anerkannt und beliebt. Ob bei weltlichen oder kirchlichen Anlässen, die Fanfarenbläser und Trommler sind aus dem kulturellen Geschehen der Prümtal-Gemeinde nicht wegzudenken. Und die Waxweiler haben viele Freunde bei Fanfaren- und Spielmannszügen in der Region. Häufig erhalten sie auch Einladungen zu Auftritten nach Luxemburg und Belgien, ins Saarland, an Mosel und Rhein oder ins Ruhrgebiet. "Islek"-Vorsitzender Fritz Irsch begrüßte auf dem Jubiläumsfest, für das Ortsbürgermeister Klaus Juchmes die Schirmherrschaft übernommen hatte, den Spielmannzug Pelm, den Fanfarenzug "Musketiere" Oberbettingen, die Fanfarenzüge Kellberg und Kruchten sowie die Schnee-Eifel-Musikanten aus Sellerich, den Waxweiler Musikverein "Lyra" und den Veteranenchor der Feuerwehr Waxweiler. Schwungvoll eröffnete die Jugendgruppe des Sport- und Tanzclubs Südeifel die bunte, musikalische Schau auf der Bühne hinter dem Dechant-Faber-Haus. Der Fanfarenzug Waxweiler trat nicht auf. Die 17 Aktiven waren den ganzen Nachmittag und Abend lang mit der Bewirtung der Gäste vollauf beschäftigt. Dabei wurde über alte Zeiten geplaudert. Gegründet wurde der Fanfarenzug 1934, als im damaligen Kreis Prüm die Hitlerjugend (HJ) damit begonnen hatte, sich zu formieren. Von Anfang an dabei war Fritz Irsch - damals acht Jahre alt - der zusammen mit dem Volksschullehrer Theo Büsch den Fanfarenzug 1952 neu gründete. "Mit der Politik der Nationalsozialisten hatten wir in der Gründerzeit wenig am Hut", erinnert sich Irsch und fügt hinzu: "Uns jungen Burschen ging es einzig und allein um die schmissige Musik."Unvergessliche Tambour-Majore

In gemütlicher Runde erinnerten sich die Musiker an erfolgreiche Tambour-Majore der 70-jährigen Fanfarenzug-Geschichte wie Friedel Schwickerath, Toni Sartor, Willi Blamäuser, Erwin Schöben und Michael Irsch, der heute noch den Tambourstab schwingt. Im Mittelpunkt des Kommersabends im Dechant-Faber-Haus stand die Ehrung langjähriger Aktiver. Seit 67 Jahren hält Fritz Irsch dem Waxweiler Fanfarenzug die Treue. Ottmar Irsch ist 40 Jahre dabei, Alfred Kellen, Manfred Groben, Ortwin Irsch, und Michael Irsch 35 Jahre. Zwanzig, fünfzehn, zehn oder fünf Jahre dabei sind Angelika Hillebrecht-Hubo, Peter Wirtz, Erika Kellen, Alexander Unruh, Sonja Gimpels und Dennis Irsch.