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Schnäppchenjäger trotzen Sturm und Regen - 10 000 Besucher shoppen bei der "2. Bitburger Braderie"

Schnäppchenjäger trotzen Sturm und Regen - 10 000 Besucher shoppen bei der "2. Bitburger Braderie"

Man hätte Regenschirme verkaufen sollen - doch trotz der herbstlichen Witterung bei knapp 15 Grad kamen am Samstag 10 000 Schnäppchenjäger in Bitburgs Innenstadt, um in besonders lockerer Atmosphäre einzukaufen.

Bitburg. Das Oberteil, das Eva-Maria Meyers aus Dockendorf in der Hand hält, flattert wie eine Fahne im Wind. Keine Chance, es genauer zu betrachten. Sie hängt es zurück an den Kleiderständer, der vor einem Modegeschäft in der Bitburger Fußgängerzone steht, und verschwindet im Inneren des Bekleidungsgeschäfts. Die starke Brise, die am Samstag herrschte, machte es den 70 Händlern nicht leicht, bei der 2. Bitburger Braderie in der Fußgängerzone und der Trierer Straße ihre Waren auf der Straße zu präsentieren. Aber sie hatte einen positiven Nebeneffekt: "Die Hütte war voll", sagt Kai-Uwe Klos, Filialleiter der Mobilfunkvertriebsfirma Media Parts.
Da es bei 15 Grad draußen im Regen herbstlich kühl und ungemütlich war, fühlten sich die Kunden in den Geschäften umso wohler. Den Händlern konnte das nur recht sein. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Lars Messerich, Geschäftsführer des Modehauses Messerich, am Samstagabend. "In den Geschäften kamen die Kunden dann mit den hochpreisigen Waren in Kontakt", so Messerich. Für die reduzierte Ware vor der Tür interessierten sich die Besucher wetterbedingt weniger. Doch trotz der herbstlichen Witterung war erstaunlich viel los:
"Die Kundenfrequenz war fast so hoch wie an einem verkaufsoffenen Sonntag." 10 000 Besucher, so Messerich weiter, seien in der Innenstadt unterwegs gewesen. Messerich: "Und das war nicht nur die typische Bitburger Stammkundschaft. Die Niederländer sind von den Campingplätzen gekommen. Luxemburger und Belgier waren auch dabei."
Zwischen den Regenschauern lockten die Musiker, Clowns und knapp 20 weitere Programmpunkte das Publikum wieder in die Gassen. "Sobald der Regen aussetzte, waren die Leute wieder am Stand", sagte Margit Schlösser, Präsidentin des Lions Clubs Bitburg-Beda.
Mit den Damen des Lions Clubs dürfen sich auch Kinder der Flüchtlinge, die auf dem Bitburger Flugplatz untergebracht sind, über den regen Betrieb am Flohmarktstand freuen. Mehr als 500 hochwertige gebrauchte Kleidungsstücke boten die Damen bei ihrem "Edelflohmarkt" auf dem Spittel an. Den Verkaufserlös von 2200 Euro möchten sie zur Unterstützung der Flüchtlingskinder spenden.Extra

Auch die kleinen Gäste kommen beim Rahmenprogramm des Gewerbevereins nicht zu kurz. Foto: (e_bit )
Kostenloser Tanzunterricht in der Fußgängerzone: Das Bitburger Tanzstudio Muki lädt am Spittel zum Mitmachen ein. Foto: (e_bit )

Ingo Pauls, Salm: "Wir haben das Spektakel beim Vorbeifahren gesehen und angehalten. Normalerweise wären wir weitergefahren. Die Stadt ist lebendiger als sonst." Claudia Hintz, Mrs.Sporty: "Wir haben heute viele Kontakte geknüpft und 50 Probetrainings vereinbart. Aber mit dieser Kälte, 15 Grad, habe ich nicht gerechnet. Trotzdem bin ich von der Besucherzahl überrascht." Vicky Thuir, Heilenbach: "Schade, das Wetter hätte besser sein können. Trotzdem fühlt sich die Stadt heute lebendig an. Mir gefällt die Musik in den Straßen." Günther Wagner, Dockweiler: "Mir gefällt, dass die Waren auf der Straße präsentiert werden. Dann kann man richtig schön bummeln. Das Wetter hätte so sein müssen wie am Freitag."