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Schneiders bleibt an der Spitze

Schneiders bleibt an der Spitze

Trotz der sogenannten Dienstwagen-Affäre ist Herbert Schneiders bei der Versammlung des Bezirksverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als Vorsitzender wiedergewählt worden. Aus der Arbeit der vergangenen fünf Jahre zogen die Verantwortlichen am Montagabend positive Schlüsse.

Bitburg/Trier. Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit und Freiwilligkeit sind die wesentlichen Grundsätze, denen sich das DRK verpflichtet fühlt. Im Rhythmus von fünf Jahren stehen neben diesen Tugenden organisatorische Erfordernisse auf der Agenda.
Der Bezirksverband Trier des DRK (siehe Extra) traf sich am Montagabend zu seiner Bezirksversammlung im Europäischen Berufsbildungswerk in Bitburg. "Der weiterhin erfreulich hohe Leistungsstand des DRK-Bezirksverbandes Trier wird im Wesentlichen geprägt von den Bereitschaften, den aktiven Helfern und Mitgliedern der DRK-Kreisverbände. Hier wird mit hohem ehrenamtlichem Engagement zur Sache geschritten", sagte Herbert Schneiders, Vorsitzender des Bezirksverbands, bei seinem Tätigkeitsbericht und dankte allen Rotkreuzlern. Die haben im Berichtszeitraum nicht weniger als 1 214 110 Einsatzstunden geleistet.
Eine Hauptaufgabe sei die Förderung der Ausbildung, hieß es. "Dafür haben wir in den letzten fünf Jahren 39 300 Euro ausgegeben", betonte Schneiders.
Wesentlich für die nachhaltige Arbeit des DRK ist die Arbeit des Jugendrotkreuzes: In den Nachwuchs hat der Verband von 2007 bis 2011 rund 140 000 Euro investiert. Davon wurden Gruppenleiterschulungen, die Bezirkswettbewerbe und Ferienfreizeiten finanziert. Ausführlich berichteten die Organisatoren in weiteren Tätigkeitsberichten aus den verschiedensten Bereichen des DRK. Mit Sorge betrachten die Verantwortlichen die Entwicklung bei den Fördermitgliedern, also jenen, die durch monatliche Beiträge die Arbeit des DRK unterstützen. Aktuell bewegt sich die Anzahl derzeit bei 34 622. Das sind gegenüber dem Jahr 2007 rund 21 Prozent weniger.
Erklärt wird dies mit zunehmendem Sparzwang der Menschen, die zugunsten der eigenen Lebensführung auf freiwillige Ausgaben verzichten. Auch der demografische Wandel spielt eine Rolle.

Weniger Fördermitglieder


Der Vorstand hofft, die Anzahl der Mitglieder konstant halten zu können. Konstant bleibt es auch an der Führungsspitze des DRK-Bezirksverbands: Unbeeindruckt von der angeblichen Dienstwagen-Affäre wählten die Delegierten Herbert Schneiders erneut zum ehrenamtlichen Vorsitzenden. Der Dauner CDU-Landtagsabgeordnete war im Mai 2011 mit einem auf das DRK zugelassenen Auto geblitzt worden, das aber ihm gehört und für das er Sonderkonditionen erhalten hatte (der TV berichtete).Extra

Zum DRK-Bezirksverband Trier gehören die Kreisverbände Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg. Sie hatten 88 stimmberechtigte Delegierte zur Mitgliederversammlung entsandt, die folgenden Vorstand neu- beziehungsweise wiedergewählt haben: Im Amt des ersten Vorsitzenden wurde Herbert Schneiders aus Daun bestätigt. Stellvertretender Vorsitzende sind Wolfgang Reiland, Trier-Ehrang und Harald Igelmund aus Prüm. Schatzmeister: Reinhold Maas, Bitburg; Bezirksverbandsarzt: Dr. Rafael Hoffmann, Daun-Neunkirchen; Justiziar: Roland Krawczyk aus Lieser; Bezirksbereitschaftsleiterin: Lieselotte Stüttgen, Burgen; Bezirksbereitschaftsleiter: Matthias Neumann, Speicher; Bezirksbereitschaftsarzt: Dr. Carl-Stefan Schmitz, Longuich; Leiterin der Sozialarbeit: Christa Neumann, Speicher; Leiter des Jugendrotkreuzes: Harald Igelmund, Prüm; Beisitzer: Rainer Hoffmann, Arzfeld, Helmut Bonerz, Konz, Heinz Broy, Speicher; Bezirksgeschäftsführer: Rudolf Ries, Langsur. rh