Schnelle Hilfe in unwegsamem Gelände

Schnelle Hilfe in unwegsamem Gelände

Schnelle Hilfe in Notfällen: der Rettungsdienst von Vogelsang und dem Nationalpark hat einen Geländewagen bekommen. Um gute Hilfe zu gewährleisten, ist zusätzlich ein Defibrillator angeschafft worden.

Vogelsang. Ein geländegängiger Rettungswagen, ein automatischer Defibrillator und eine Notfallausstattung sollen Besuchern von Vogelsang und des Nationalparks küntig in Notfällen schnellere Hilfe garantieren. Landrat Günter Rosenke übergab für die Kreissparkassenstiftung - diese hatte 15 000 Euro für das gebrauchte, aber voll funktionsfähige Fahrzeug gezahlt - gestern den Rettungswagen samt Gerätschaften. Kreisbrandmeister Udo Crespin, Abteilungsleiter Gefahrenabwehr beim Kreis, erklärte, wie es zur Anschaffung von Wagen und Gerät kam. 2007 wurde der Rettungsbedarfsplan in der Kreisverwaltung überarbeitet. Dabei habe man auch schon an Vogelsang und den Nationalpark gedacht. Grundsätzlich sei der Rettungsdienst verpflichtet, in Notfällen in acht bis zwölf Minuten am Einsatzort zu sein, wenn sich dieser an öffentlichen Straßen befinde. Dies gelte zwar für Nationalpark und Vogelsang nicht, dennoch gebe es hier Handlungsbedarf. Vier Notfallsituationen habe es dort im vergangenen Jahr gegeben. Aber mit zunehmender Zahl von Besuchern wolle man dafür sorgen, dass so schnell wie möglich geholfen werden könne. Jetzt seien die Mitarbeiter auf Vogelsang in Erster Hilfe geschult worden, was bei den Rangern sowieso schon üblich sei. Nun würden die Mitarbeiter in Vogelsang auch in den Umgang mit dem Defibrillator eingewiesen. Der neue geländegängige Rettungswagen wird zunächst im Brandschutzzentrum in Schleiden stationiert, von wo aus die Rettungssanitäter im Einsatzfall nach Vogelsang oder in den Nationalpark starten können. Im März soll er in Vogelsang bereit stehen. Dann soll dort auch ein Erstversorgungsteam vor Ort eingesetzt werden, bestehend aus zwei Rettungssanitätern. An den gelben Säulen im Vogelsanggelände werden Aufkleber angebracht, auf denen eine Standortnummer und die Notrufnummer 112 vermerkt sind, wie Albert Moritz, Geschäftsführer von "Vogelsang ip" erklärte. "Wir sind froh, dass der Rettungsdienst sehr früh hier greift", sagte Manfred Poth, der Aufsichtsratsvorsitzende der Standortentwicklungsgesellschaft. Auch Chantal van Marwijk von der Nationalparkverwaltung erklärte: "Jede Minute, die man noch einsparen kann, zählt."

Mehr von Volksfreund