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Schneller Zugang fürs Gewerbe

Schneller Zugang fürs Gewerbe

Während der Kommunale Wirtschaftspark A60/Fließem als Gewerbestandort zunehmend gefragt ist, lässt die dortige Internetversorgung nach wie vor zu wünschen übrig. Mit Hilfe der vom Eifelkreis nun beauftragten Telekom soll sich das in den kommenden Wochen ändern.

Fließem. Wer im Internet unterwegs ist und dabei nur über einen leistungsschwachen Zugang verfügt, benötigt Geduld. Und wer die Telekom darum bittet, daran etwas zu ändern, ebenfalls. Denn der Kommunikationsdienstleister ist zwar am Ausbau der Internetversorgung interessiert, allerdings nur dort, wo es sich aus Sicht des Unternehmens rechnet. Und die dünn besiedelte Eifel schneidet bei diesem Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich zu Ballungsgebieten bescheiden ab. Aus diesem Grund werden die Telekom, aber auch andere Unternehmen meist nur dann tätig, wenn die Kommunen bereit sind, die dabei entstehende, sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke zu stopfen. Im Fall der Ortsgemeinde Fließem und des benachbarten Gewerbegebiets Kommunaler Wirtschaftspark A60/Fließem (KWP) liegt diese Wirtschaftlichkeitslücke bei 25 729 Euro. Und der Eifelkreis, der im Rahmen seiner Breitband-Initiative die Internetversorgung in seinem Zuständigkeitsbereich verbessern will (der TV berichtete), wird diese Lücke nun stopfen.
Der zuständige Kreisausschuss habe den dafür notwendigen Auftrag an die Telekom vergeben, so dass diese mit der Verbesserung der DSL-Versorgung im Wirtschaftspark sowie der Ortsgemeinde Fließem beginnen könne, erklärt Helmut Berscheid, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung. "Wir gehen davon aus, dass die Telekom in den nächsten Wochen loslegt", meint Klaus Schnarrbach, Ortsbürgermeister in Fließem und Vorsteher des KWP-Zweckverbands. Viele Privatnutzer und Gewerbetreibende im Wirtschaftspark seien völlig unterversorgt. Übertragungsgeschwindigkeiten von weniger als 400 Kilobit pro Sekunde seien besonders für das Gewerbegebiet als Standortnachteil zu werten.
Das jedoch soll sich jetzt ändern. Wie Berscheid erklärt, gebe es für die Unternehmer im Wirtschaftspark zukünftig die Möglichkeit, Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 16 000 Kilobit pro Sekunde zu nutzen. uhe