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Schock, Scherben und stabile Seitenlage

Schock, Scherben und stabile Seitenlage

Ruhig bleiben und überlegen, Verbände anlegen, Verletzte in die stabile Seitenlage bringen: Diese Abläufe haben die Kinder und Jugendlichen des Jugendrotkreuzes Prüm verinnerlicht. Bei einer Übung, auf dem unteren Hahnplatz in Prüm, die Bestandteil eines DRK-Aktionstages war, demonstrierte das Jugendrotkreuz, was im Notfall zu tun ist.

Prüm. (lk) Das Szenario für die Übung: Ein Verkehrsunfall. Ein voll besetzter Bus hat einen PKW gerammt. Die Fahrzeuge geraten in Brand. Durch den Aufprall sind die Insassen teilweise schwer verletzt. Schnelle Hilfe ist geboten. Mitglieder der Jugendrotkreuz-Gruppen aus Arzfeld, Mettendorf, Gerolstein und Irsfeld mimen die Unfall-Opfer. Das Geschehen soll realistisch sein. Schreie und Hilferufe sind zu hören. Bei den simulierten Verletzungen kommt rote Farbe zum Einsatz. Unterdessen geht beim Jugendrotkreuz Prüm der Notruf ein. Kurz darauf rücken die DRK-Wagen mit Blaulicht und Martinshorn an. Was sich nun abspielt, haben die Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 16 Jahren schon oft geübt. Die Verletzten werden auf ihre Ansprechbarkeit hin untersucht und aus den Fahrzeugen geborgen. Schnittverletzungen werden versorgt, an einer Puppe werden Maßnahmen zur Wiederbelebung demonstriert. Die Helfer wissen, was zu tun ist, die Handgriffe sitzen.

An der Übung nahmen insgesamt 30 Kinder und Jugendliche teil. "Ich habe Verletzte betreut, die Nasenbluten, einen Schock und Scherben im Arm hatten", sagte Madita Juli nach der Übung. Lob kam unterdessen von den Leitern des Jugendrotkreuzes, die die Übung organisierten: "Das hat hervorragend geklappt. Auch die Neuen haben sich richtig verhalten", sagte Christian Dahm. "Die Rettungs-Maßnahmen wurden gut ausgeführt. Jeder hat sofort gesehen, was zu tun ist", ergänzte Andreas Follmann. Zusätzliche Unterstützung hatte das Jugendrotkreuz aus dem Publikum bekommen: Michael Billen, Vorsitzender des DRK Bitburg-Prüm, und Landrats-Kandidat Joachim Streit übernahmen einzelne Aufgaben während der Rettung. Beide stellten Sachverstand unter Beweis.

Die Übung war Bestandteil eines Aktionstages, bei dem die Kinder und Jugendlichen die Arbeit professioneller Lebensretter kennenlernten. Auch eine Besichtigung der Prümer Rettungswache stand auf dem Programm. In der Nacht gab es zwei weitere simulierte Notfälle. Die Aktion hatte Erlebnischarakter, findet DRK-Neuzugang Sarah Kauth: "Die Übungen sind für einen guten Zweck und machen dazu richtig Spaß."