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"Schön ist es geworden, mein ich"

"Schön ist es geworden, mein ich"

Die seit 1994 in der Eifel lebende frühere Grundschullehrerin Barbara Hundgeburt ist seit vielen Jahren schriftstellerisch tätig. Jetzt erschien ihr drittes Werk. Es heißt "Tagebuch eines Augenblicks" und ist ein bibliophiles Bändchen aus Traumbildern.

Üxheim. (bb) "Da ist es also, das Buch", teilt Barbara Hundgeburt dem Trierischen Volksfreund mit. Doch nun wendet sich die Sachlichkeit. "Gestern kam das Paket", erzählt sie. "Und dann war es so: Atem anhalten, öffnen, nichts denken, einen ersten Blick wagen, Folie entfernen, anfühlen, blättern, schauen." Und schließlich: "Schön ist es geworden, mein ich."So blau wie die auf einen Qua-dratmeter vergrößerte Fotografie, die einer der beiden Protagonisten des "Tagebuchs eines Augenblicks" von einem Hügel oberhalb des Gartens seines Elternhauses in seiner griechischen Heimat mit der in den Himmel gehaltenen Kamera aufgenommen hatte, ist der Einband. Auf den 90 Seiten dazwischen breitet Barbara Hundgeburt im Dialog von zwei Freunden Bilder, Rätsel und Lösungsversuche aus. Die Geschichte beginnt mit der Erklärung: "Ich suche den Anblick des Augenblicks." Sie wird in mehreren Wahrnehmungsebenen erzählt - besonders intensiv im Kontakt mit der Natur. "Wenn ich die Lippen, die Augen öffne und wieder schließe, biegen sich dazu die Halme des Grases. Wenn ich die ausgebreiteten Arme, die gestreckten Beine gegen den Boden presse, spüre ich an meinem Körper den Körper der Erde", schreibt Barbara Hundgeburt über den im Gras liegenden Menschen. Die Geschichte mündet in einem zehn Zeilen umfassenden letzten Satz, der den ersten Moment der Begegnung eines Mannes und einer Frau als ein Gewebe aus allen Elementen, Sinnen und Zeiten beschreibt."Tagebuch eines Augenblicks" ist nach den Sammlungen von Gedichten und Prosastücken ("Spiegelbilder", 1985, "Lichtspuren", 1989) Barbara Hundgeburts drittes Buch. Auch auf andere Weise ist die 1943 in Prag geborene und später im Siebengebirge als Grundschullehrerin tätige Frau literarisch tätig: Sie liest öffentlich aus ihren Büchern, ist selbst Gastgeberin von Autorenlesungen und erhielt im Herbst 2006 einen bundesweit ausgeschriebenen Lyrikpreis (der TV berichtete). In dem ehemaligen Handwerkerhaus in der Üxheimer Heerstraße lebt Barbara Hundgeburt seit den 1990 er Jahren.Ihr "Tagebuch eines Augenblicks" ist im Altius-Verlag (Erkelenz) erschienen und im Buchhandel für 14,90 Euro zu haben. Der Kunstförderverein "Eifelart" lädt zu einer Lesung mit Barbara Hundgeburt ein: am 30. April um 19.30 Uhr im Landhaus Sonnenhof in Adenau. Kontakt: Dietlind Greifenhagen, Zum Eckernbaum 32, 53518 Adenau, Telefon 02691/1200, E-Mail: tierarzt-greifenhagen@web.de, Internet: kunstfoerderverein-eifelart.de.