Schönecker hoffen auf neue Ortsdurchfahrt

Schönecker hoffen auf neue Ortsdurchfahrt

Hoffnung für Schönecken: Der lange erwartete Ausbau der L 5 im Burgflecken könnte im günstigsten Fall schon im nächsten Jahr begonnen werden. Die Planungen sind abgeschlossen, doch noch steht die Finanzierungszusage des Landes aus. Darauf wartet der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein noch.

Schönecken. Das neue Seniorenwohnheim in der Teichstraße ist seit dem vergangenen Jahr fertig, direkt daneben schreiten derzeit die Arbeiten am neuen Gemeindehaus, dem "Forum im Flecken" (FiF), weiter voran. "Ich bin zuversichtlich, dass der Bauzeitplan eingehalten werden kann und die Eröffnung zum 1. Januar klappt", sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony. Und auch auf dem Gelände der ehemaligen Kornbrennerei Hannegrefs wird immer deutlicher, wie das künftig dort geplante kleine Museum samt Platz davor aussehen soll. "Da sind nur noch Restarbeiten zu erledigen", sagt Antony. "Der Handwerkerverein wird auch die alte Brennerei in einem Bürgerprojekt sanieren." So könne dieses Gewölbe künftig für Veranstaltungen genutzt werden. Im Spätsommer soll das Projekt fertiggstellt werden. Es tut sich was in Schönecken.
Straßen sind ziemlich kaputt


Doch leider nicht überall. Seit Jahren warten Bürger und Gemeinde darauf, dass auch die Ortsdurchfahrt - die Landesstraße 5 - grundlegend erneuert wird. Denn besonders im Bereich der Straßen Unter der Pfordt und Lindenstraße ist sie ziemlich kaputt.
Aber vielleicht nicht mehr lange. "Es gibt da durchaus Hoffnung", kündigt Ortsbürgermeister Matthias Antony bereits in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats an. Die Pläne sind fertig. Für rund 500 000 Euro sollen Bürgersteige und Straßenlaternen erneuert werden. 60 Prozent davon werden auf die Einwohner umgelegt, die restlichen 40 Prozent muss die Gemeinde selbst finanzieren.
"Die Straße wird danach ganz anders aussehen", sagt Antony. In unübersichtlichen Abschnitten soll sie breiter, in anderen wiederum etwas schmäler werden. "Das Ziel ist, dass der Verkehr langsamer durch den Ort fließt", sagt Antony. Mit eingefärbten Segmenten sollen auch die Pfade und Gassen, die aus dem Ort zur Burg hochführen, deutlich hervorgehoben werden. "Diese Wege gehören zu den Dingen, die Schönecken besonders machen", sagt Antony.
Der Ortsbürgermeister erhofft sich von dem Straßenausbau auch einen weiteren Schub für die Ortskernsanierung, die seit 2002 im Burgflecken läuft. Dieses Programm ermöglicht es privaten Hausbesitzern, eine öffentliche Förderung für ihre Modernisierungen zu erhalten. Bis zu 40 Prozent der Kosten könnten so umgelegt werden, sagt Antony. Bei Fragen könnten sich die Besitzer gerne an ihn wenden. Dabei sei die anstehende Straßensanierung der Auslöser gewesen, dass Schönecken in dieses Programm hineingekommen sei, sagt Antony.
Beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein jedenfalls würde man den Ausbau der L 5 gerne angehen. "Unsere Planungen sind abgeschlossen", sagt Josef Arens. "Auch das Baurecht liegt mittlerweile vor." Doch die Hürde, die noch zu überwinden sei, ist die Finanzierung. Man habe das Projekt angemeldet, sagt Arens. 2014 oder 2015 könne man loslegen, "wenn denn die haushaltsrechtliche Genehmigung vorliegt".