Schöneres Wohnen im Ortskern

Schöneres Wohnen im Ortskern

Straßen neu gestalten, Ortsbild verbessern, Ortskern beleben: Ein Dorfentwicklungskonzept mit solchen Schwerpunkten hat der Ortsgemeinderat Feusdorf einstimmig beschlossen.

Feusdorf. Bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats Feusdorf bedauerte Ortsbürgermeister Franz-Josef Hilgers, in jüngerer Zeit habe sich die Dorfstruktur stark gewandelt. Veränderungen in der landwirtschaftlichen Produktion hinterließen deutliche Spuren innerhalb der Ortschaft wie auch im landschaftlichen Umfeld. Bauernhäuser der Altbewohner werden oft von deren Nachkommen nicht mehr genutzt und stehen leer. Es fehlen die finanziellen Mittel, um den Bestand zu erhalten oder fachgerecht zu sanieren.Manche Städter kauften solche Häuser, berichtete Hilgers. So löse sich die traditionelle Lebens- und Schicksalsgemeinschaft im Dorf zunehmend auf. Trotz mancher Probleme biete das Leben im Dorf auch heute vielschichtige Qualitäten und Vorteile wie Heimat, Gemeinschaftssinn, Zusammenhalt, Identität, Klima, Landschaftserlebnis und günstige Grundstücke.Ein Jahr lang arbeiteten die Architekten Jung, Jardin und Bernardy aus Berndorf, das Büro Lop (Landschaft Objekt Planung) aus Traben-Trarbach sowie ein 13-köpfiger Arbeitskreis an einem Dorfentwicklungskonzept. Bürger fordern eine Verbesserung des Ortsbildes sowie eine Verkehrsberuhigung besonders der Wiesbaumer und Birgeler Straße sowie Geschwindigkeitsreduzierungen an den Ortseingängen.Behörden bekommen Entwurf zur Genehmigung

In sechs Sitzungen entstand ein Prioritätenplan, der durch die Kreisverwaltung Vulkaneifel sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier genehmigt werden muss. Erste Maßnahmen sollten 2008 umgesetzt werden, weitere mittelfristig bis 2011 und langfristig bis 2016. Geschätzte Gesamtkosten: 593 000 Euro. Einige Projekte im Überblick:Wohnen im Ortskern (Erschließung): 205 000 Euro. Ausbau der Hauptstraße: 225 000 Euro.Ausbau der Kreuzung Hauptstraße/Faller/Kirchstraße/Seewinkel: 60 000 Euro.Gestaltung Wiesbaumer Straße/Birgeler Straße: 37 000 Euro.Nur mit einem genehmigten Dorfentwicklungskonzept kann die Gemeinde bestimmte Finanzierungsmittel abschöpfen. Ähnlich können auch private Maßnahmen zur Ortsentwicklung beitragen durch Verzicht auf vollflächige Versiegelung, farbigen Belag, Betonfertigteile, verspielte schmiedeeiserne Elemente und Nadelgehölze.Gewünscht werden andererseits zum Beispiel Einfassungen mit Laubhecken, Staketenzäune, stehende Dachgauben mit Satteldach sowie schlichte Geländer und Lampen.

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