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Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums haben im Rahmen der Hackdays an Erfindungen gebastelt

Technik und Jugend : Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums zeigen bei den „Hackdays“ ihre Kreativität

Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums waren kreativ und haben an Erfindungen zur Erleichterung des Schulalltags gearbeitet.

Es sieht aus wie ein Holzklotz mit Kabelsalat. Bei genauer Betrachtung jedoch entpuppt sich das technische Wirrwarr als Synthesizer. Ganz genau genommen handelt es sich dabei um einen Prototypen des Synthesizers 4000½. Entwickelt haben ihn Thilo, Florian, Leon und Kevin. Die vier Jungs besuchen die 9a des Bitburger St.-Willibrord-Gymnasiums und sind als solche Teilnehmer der Hackdays.

Es ist bereits das zweite Mal, dass die Schule an dieser Veranstaltung der Ideenwerkstatt „Make your School“ teilnimmt. Drei Tage lang ist die Ideenwerkstatt mit zahlreichen Koffern voller elektronischer Bauteile und wissenschaftlichen Mentoren aus unterschiedlichen Fachrichtungen in Bitburg zu Gast, um gemeinsam mit den Schülern der Mint-Klasse – einer Klasse mit mathematischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt – Prototypen zu entwickeln. Und am dritten Tag, werden nun den Mitschülern und Lehrern anderer Klassen die Ergebnisse der Hackdays vorgeführt.

Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums haben im Rahmen der Hackdays an Erfindungen gebastelt
Foto: Uwe Hentschel

Während Florian den auf der Holztastatur des Synthesizers 4000½ ein kleines Lied anstimmt, demonstrieren ein paar Tische weiter Chiara, Benni, Maxi, Julia und Kathi ihren „Lehrerstalker“, einen kleinen, mit Technik gefüllten Karton. „Das Gerät wird außen am Lehrerzimmer angebracht“, sagt Maxi und zeigt dann auf die drei Leuchtdioden auf einer der Kartonseiten.

„Grün bedeutet, der Lehrer ist da, gelb bedeutet, er ist zwar da, aber nur im Notfall zu sprechen, und rot bedeutet, dass der Lehrer nicht zu sprechen ist“, erklärt der Schüler. Das entsprechende Leuchtsignal könne der Lehrer mit einem Chip aktivieren, demonstrieren die Schüler. Und die Idee sei, für jeden der Lehrer eine solche Leuchtdioden-Anordnung neben der Tür des Lehrerzimmers zu installieren, sodass die Schüler sehen würden, ob der Lehrer, mit dem sie sprechen wollen, auch tatsächlich da ist beziehungsweise gestört werden darf.

Die Hackdays sollen einen Beitrag zur Verbesserung der digitalen Bildung an Schulen leisten, indem sie den Schülern den Umgang mit technischen und digitalen Bauteilen näherbringen. Dabei stehen ihnen technische Hilfsmittel wie Werkzeuge, Sensoren, Aktoren und Mikrokontroller zur Verfügung. Die Schüler sollen sich mit alltäglichen Problemen auseinandersetzen und eigenständig Lösungen dazu entwickeln.

Das Problem, mit dem sich Vivien, Lea, Vincent und Kian befasst haben, ist ein Klassiker des Schulalltags: nämlich Kaugummi, der auf der Unterseite des Schulmobiliars klebt. Die Jungs und Mädchen haben einen Roboter entwickelt, der über die Tischplatte fährt und dabei mit einem Schwenkarm die harten Kaugummireste auf der anderen Seite der Tischplatte abkratzen soll. Der aus Lego-Technik gebaute Arm ist noch ein wenig wackelig und schwach. Doch ist das ja auch nur ein erster Prototyp. Bis zur Serienreife bekommen die vier Schüler das bestimmt noch hin.