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Schüler gehen mit Elan an ernstes Thema

Schüler gehen mit Elan an ernstes Thema

Vier Tage außerhalb des normalen Schulbetriebs: Mehr als 50 Schülergruppen haben sich am Regino-Gymnasium mit allen Aspekten des Friedens zwischen den Menschen und mit der Natur befasst und dabei viel herausgefunden.

 Sie boten Gutes aus der Region (von links): Anke Kuhlen, Laura Faber, Eva Hillen, Kathrin Kohlen und Louisa Jansen. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Sie boten Gutes aus der Region (von links): Anke Kuhlen, Laura Faber, Eva Hillen, Kathrin Kohlen und Louisa Jansen. TV-Foto: Fritz-Peter Linden

Prüm. Viel Arbeit, viel Teamgeist und viele interessante Ergebnisse: Die Schüler des Regino-Gymnasiums haben am Donnerstag die Resultate ihrer Projektwoche präsentiert. Das Motto: "Frieden zwischen den Menschen - Frieden mit der Natur". Ein großes Thema - und deshalb nahmen sich auch mehr als 50 Schülergruppen davon je einen Aspekt vor und setzten sich damit auseinander.
Zum Beispiel der 14-jährige Jannes Krötz und seine Mitsteiter: Sie befassten sich unter der Leitung von Geschichtslehrerin Maria Braus mit dem Westwall, seiner Geschichte und der Gegenwart, in der er zum "Grünen Wall" umgewandelt werden soll (der TV berichtete). Sie hätten sich auch in den Zweiten Weltkrieg eingearbeitet, erzählt Jannes, und Archivtexte aus jener Zeit gelesen. Die Schüler wissen nun, dass der Wall die Kriegsgegner aus Frankreich und den USA zurückhalten sollte, dass er auf 22 000 Bunker angelegt war, davon aber nur 14 000 gebaut oder angefangen wurden. Und sie wissen noch etwas: "Wenn ein Mensch an der Macht ist und alle nach seiner Pfeife tanzen müssen, dann können daduch sehr schlimme Dinge passieren."
"Die haben richtig gut gearbeitet", sagt Maria Braus über die Schüler, die eine ausführliche Dokumentation mit viel Wissenswertem zusammengestellt haben.
Das gilt auch für die Anderen: Im Kreuzgang der Abtei wird man von Schülerinnen empfangen, die sich mit nachhaltiger Ernährung auseinandergesetzt haben. Sie bieten dem Besucher unter anderem leckere Kleinigkeiten und Vitaminshakes an - alles stammt aus der Umgebung. "Es ist wichtig, dass man seine Nahrung hauptsächlich in der Region kauft oder aus dem eigenen Land", sagt Eva Hillen (18) aus Sellerich. Und dass man saisonal einkaufe und keine Weintrauben im Winter zum Beispiel, "weil die eventuell gespritzt sind". Außerdem erhalte man durch den Einkauf vor Ort Arbeitsplätze in der Heimat. "Wir müssen die Hersteller hier unterstützen", sagt Laura Faber (17) aus Lünebach und ergänzt, dass oft die Produktionskosten sehr hoch seien und der Transport von weit her die Umwelt belaste.
Lehrer Martin Leineweber, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Schule, berichtet von vielen erfreuten Rückmeldungen der Schüler: Sie seien froh, "dass der schulische Alltag verlassen und ein anderer Zugang zu einem wichtigen Thema ermöglicht wird".
Das Spektrum der Projekte war sehr breit: Es reichte vom Bau eines Niedrigenergiehauses bis hin zum Playmobil-Comic oder eigenen musikalischen Kompositionen der Schüler.
Gibt es einen Begriff, auf den man die Woche bringen könne? Fragt man die Gruppe, die mit Leineweber die Pressearbeit machte, lautet er: Teamwork. Die Jugendlichen haben auch einige Schulkameraden zur Projektwoche gefagt: "Kreative Arbeit, die sonst untergeht, wird eine Woche lang von der Schule unterstützt", sagt zum Beispiel Schüler Philipp Pfeiffer auf die Frage, was ihn an den Projekttagen begeistert. Nicht nur die Kinder und Jugendlichen sind angetan. Lehrer Udo Weis zeigt sich fasziniert "von der Verbindung zwischen den verschiedenen Klassenstufen" und vor allem davon, "dass alle mit Freude, Elan und Spaß an den Projekten arbeiten". Ein schönes Thema und eine schöne Abwechslung zur normalen Schule, sagt Lucie Quack zur Arbeit in dieser Woche. "Man ist in einer anderen Lernumgebung und man macht körperliche Arbeit", antwortet Miriam Repplinger. Gut auch, dass klassen- und stufenübergreifend gearbeitet wurde, denn dabei lerne man auch neue Leute kennen, finden Katherina Gehrke und Palmina Bruni. Und für Stefan Poss ist alles einfach nur "ziemlich cool".