Schul-Übertragung beschlossen

Der Verbandsgemeinde-Rat in Irrel hat den Weg für eine Übernahme der Grund- und Realschule plus durch den Eifelkreis freigemacht. Doch immer noch fehlt eine Zustimmung des Kreistages. Für die Verbandsgemeinde bedeutet dies unnötige Kosten, weil sie gleich doppelt zur Kasse gebeten wird.

Irrel. (pwr) Franziskus Grund- und Realschule plus - die Findung eines neuen Namens für die Irreler Schule war in der VG-Ratssitzung am Donnerstag in Irrel die leichteste Aufgabe. Denn bis zum Beschluss der Übertragung der Trägerschaft der Grund- und Realschule plus auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm wurde lange über einzelne Vertragsformulierungen diskutiert - wenig mehr als Makulatur, denn in der Sache sind sich die Fraktionen längst einig. Bereits vor Monaten wurde die grundsätzliche Übertragung der Schulträgerschaft auf den Eifelkreis Bitburg-Prüm im Rat beschlossen (der TV berichtete). Am Donnerstagabend wurde die Übertragung des Schulvermögens beschlossen. Für die VG eine wichtige Entlastung im Haushalt: Denn mit diesem Schritt wird der Kreis auch die Betriebs- und Unterhaltskosten für die Gebäude und Anlagen, wie die Turnhalle, übernehmen.

So weit, so gut: Nur der Kreistag spielt bislang nicht mit. Die bereits am Montag im Kreishaus auf der Tagesordnung stehende Übernahme der VG-Schulen wurde vertagt. Begründung: Man wolle erst noch prüfen, ob es an allen Schulen, die der Kreis übernehmen wird, keine Gefahr mehr durch Altlasten, wie PCB und Formaldehyd, gebe. Bürgermeister Hans-Michael Bröhl tat seinen Ärger darüber auf der Irreler Ratssitzung kund: "Man hätte die Übertragungen trennen und mit uns bereits einen Vertrag machen können. In unserer Schule haben wir alle Schadstoffe längst beseitigt." Besonders pikant: Die Verbandsgemeinde Irrel zahlt durch die vertagte Übertragung weiterhin doppelt: für die Betriebs- und Unterhaltskosten der Grund- und Realschule plus und über die Kreisumlage auch für andere Schulen im Kreis. "Das alles kostet uns im Moment unnötigerweise viel Geld", sagt Bröhl.

In welcher Höhe? Es könne sich um eine fünfstellige Summe handeln: "Ein für uns nicht unerheblicher Betrag. Wir können uns diese Zusatzkosten in jedem Fall nicht leisten". Konkrete und belastbare Zahlen kann Bröhl aber nicht nennen. "Ein Mitarbeiter wird die Kosten berechnen."

Trotzdem macht Bröhl bereits Dampf: "Wir sollten den Kreis auffordern, seine Hausaufgaben zu machen und die Verträge endlich abzuschließen", appelliert er. Ein entsprechender Brief soll in diesen Tagen herausgehen, damit der Vertrag in der nächsten Kreistagssitzung ratifiziert und im nächsten Schritt unterschrieben werden kann.