Corona : Noch keine Schnelltests geliefert – Schulen im Eifelkreis in Wartestellung

Schnelltests sollen einen einigermaßen geregelten Alltag ermöglichen. Aber an den meisten Schulen geht es damit noch nicht so richtig voran. Schuld daran ist unter anderem die fehlende Ausrüstung.

(noj) Der Name Schnelltest heißt eigentlich, dass auch schnell getestet werden kann. Dem ist aber bei vielen Schulen im Eifelkreis nicht so, wie eine Umfrage bei einigen Schulen ergeben hat.

So schreibt Claudia Rohde, Rektorin an der St.-Marien-Grundschule in Speicher, dass derzeit noch gar keine Testsets vorhanden seien. Auch Absprachen mit dem Schulträger stünden noch aus.

Etwas ausführlicher äußert sich Schulleiter Albrecht Petri vom Regino-Gymnasium in Prüm. Auch er weist darauf hin, dass die Tests frühestens nächste Woche losgehen. Für Dienstag sei ein Studientag geplant, bei dem das weitere Vorgehen besprochen werde. Dann seien auch Mitarbeiter des DRK vor Ort, die die Lehrer unterweisen könnten. Petri verweist auch darauf, dass es sich bei den Schnelltests um freiwillige Maßnahmen handelt.

Auch an der Otto-Hahn-Realschule plus in Bitburg gibt es bislang noch keine Schnelltests. Wenn sie dann da sind, soll nach Angaben der Schule jeweils in der ersten oder zweiten Stunde getestet werden. Sollte ein Kind positiv getestet werden, werde dieses aus der Klasse herausgenommen und müsse von den Eltern abgeholt werden. Bisher gebe es etwa bei fünf Schülern pro Klasse kein Einverständnis zu den Tests. Wie viele Test-Kits die Schule bekommt, wisse man noch nicht.

Beim Staatlichen Eifelgymnasium Neuerburg hat durch bewegliche Ferientage der Unterricht noch nicht wieder begonnen. Geliefert wurden bereits 975 Tests, die für etwa eine Woche reichen, wie Schulleiter Jens Kemper berichtet. Bei der praktischen Anwendung sollen die Lehrkräfte das Prozedere erläutern, unterstützt durch ein Erklär-Video des Testherstellers. Anschließend führen die Schüler diesen selbstständig unter Aufsicht der Lehrer durch.

Wie Thomas Konder, Pressesprecher von der Kreisverwaltung, schreibt, werden die Tests zwischen dem 7. und 9. April von einer Spedition an die Schulen ausgeliefert. Von daher könne über den Verlauf noch nichts gesagt werden. Er verweist auf die Handlungsempfehlungen des Landes-Bildungsministeriums.