Schultag auf dem Turnierplatz

DOCKENDORF. (har) Neun Schulklassen erlebten bei den Dockendorfer Reitertagen einen ganz besonderen Schultag. Sie durften hinter die Kulissen des Turniers blicken und selber auf Pferden reiten.

So macht Unterricht wirklich Spaß. Bei strahlendem Sonnenschein hieß es für die 159 Schüler der Don-Bosco-Grundschule Wolsfeld am Freitag nicht "Hefte raus, Klassenarbeit", sondern "Wer will auf dem Pony reiten?" oder "Wer will mit der Kutsche fahren?" Die Organisatoren der Dockendorfer Reitertage, bei denen noch bis Sonntag nationaler Spitzenreitsport geboten wird, hatten die Idee, den Kindern den Blick hinter die Kulissen der Veranstaltung zu gewähren. Und dieser Blick kam bei den Erst- bis Viertklässler und deren Lehrern gut an. "Der Besuch hier passt gut zur Ausrichtung als ökologisch profilierte Grundschule", sagte dann auch Direktorin Dorothee Heser, die für Freitag einen Wandertag angesetzt hatte. Zu Fuß hatten die Schüler den Weg von Wolsfeld ins nahe Dockendorf zurückgelegt. Dort angekommen, sahen sie sich einige Reiter an, die schon am Freitagvormittag um den Sieg mit ihren Pferden sprangen. Noch viel interessanter war aber der Besuch in den Ställen. "Guck mal, wie groß", oder "Das Pferd schläft noch", waren die überraschten Kommentare über die Springpferde. Schließlich hatten viele der jungen Eifeler noch nie ein Pferd so aus solch einer Nähe gesehen. Aber damit nicht genug. Wer so viele Reiter gesehen hat, will auch einmal selbst in den Sattel. Und damit erfüllte sich nicht nur für Linda, Antonia und Jana aus der vierten Klasse der größte Wunsch. Allen dreien machte der Tag in Dockendorf großen Spaß. Zu viel Respekt vor den großen Tieren war beispielsweise Antonia auch fremd "Ich habe keine Angst vor Pferden", sagte sie. Die Angst vor Pferden schien auch den anderen 158 Schülern unbekannt. Fast jeder wollte einmal zwei Runden auf dem Pferd drehen. Nur einige Grundschüler kamen in Gewissensnot. Denn auch eine Pferdekutsche stand zur Abfahrt bereit zur Reise durch Dockendorf. Mit Essen, Trinken und einem Ritt auf dem Pony versorgt, ging es am Mittag zufrieden zurück zur Grundschule. Zufrieden mit dem Besuch der Schüler war auch Organisator Alois Peters. "Das machen wir im kommenden Jahr sicher wieder", sagte der Dockendorfer. Vielleicht werde man noch einige weitere Klassen zusätzlich einladen. "Und vielleicht kommt das ein oder andere Kind in diesem Jahr mit seinen Eltern noch einmal zu den Springwettbewerben in diesem Jahr.