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Schutz vor zwielichtigen Geschäften

Schutz vor zwielichtigen Geschäften

Der Seniorenbeirat Arzfeld hat seit seiner Gründung einiges auf die Beine gestellt. Wie zum Beispiel das vierteljährliche Frühstück mit anschließenden Informationen. Der TV war dabei, als es mit Verbraucherschützerin Monika Hecken um die Abzocke am Telefon und im Internet ging.

Arzfeld. Immer wieder sind Senioren die bevorzugte Zielgruppe für zwielichtige Geschäfte am Telefon oder gar an der Haustür. Auch das Internet steckt voller Gefahren: Ein falscher Klick kann teuer werden. Monika Hecken von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die auch mit einer Beratungsstelle im Prümer Konvikt vertreten ist, hielt dazu vor rund 50 Senioren im Arzfelder Dorfgemeinschaftshaus einen Vortrag und gab Tipps, wie Abzocke zu erkennen ist.
Dreiste Machenschaften wie Datenklau und bewusst unübersichtlich gestaltete Gewinn-Benachrichtigungen - gefälschte Briefköpfe und betrügerische Telefonate. "Diese Leute sind äußerst kreativ, wenn es darum geht, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen", sagt Monika Hecken. Ein Merkmal, Betrugsversuche zu erkennen, sei die Tatsache, dass ein Angebot von Außen an den oder die Betroffene herangetragen werde, erklärt die Verbraucherschützerin: "In allen Fällen ist es ein Angebot oder eine Ware, für die Sie sich vorher nicht interessiert haben."
Auflegen statt rumreden


Ihr Tipp bei unerwünschten Telefonanrufen: "Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln. Diese Leute sind bestens geschult. Legen Sie einfach auf!" Hecken zeigt einige Betrugsbeispiele aus der großen Sammlung der Verbraucherzentrale, die bei den Senioren für Kopfschütteln sorgen. Sie sind so offensichtlich dreist, dass sich keiner der Anwesenden vorstellen kann, darauf hereinzufallen.
Beim Thema Kaffeefahrten kommt sogar Gelächter auf, als Monika Hecken von einem realen Fall berichtet, bei dem das Opfer einer besonders dämlichen Abzocke auf den Leim gegangen war. Es scheint, als seien die Arzfelder Senioren gut informiert und gegen so manchen Betrugsversuch gut gerüstet und Hecken fordert sie zur Mitarbeit auf: "Zeigen Sie den Erhalt unerlaubter Telefonwerbung bei der Bundesnetzagentur an."
Nach der Veranstaltung freut sich Monika Hecken, eine solch große Gruppe Senioren auf einen Schlag erreicht zu haben: "Das ist äußerst selten der Fall und sollte weiteren Gemeinden als Beispiel dienen", sagt sie.
Josef Thielen, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, ist froh über die Tipps, die so manchen älteren Menschen gewiss vor schlechten Erfahrungen bewahren werden. "Ich glaube aber, dass eine Aufklärung aller Altersschichten der Bevölkerung wichtig ist. Vor allem junge Leute, die im Internet zu viele persönlichen Daten preisgeben, sind eine genauso - wenn nicht sogar mehr - betroffene Risikogruppe für Abzocke aller Art", sagt Thielen.
Infos zum Thema erteilt die Verbraucherzentrale unter der Rufnummer 06131/2848444. Dort kann auch ein Termin für den kostenlosen Vortrag von Monika Hecken vereinbart werden.