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Schwertransporter rollen durch Innenstadt

Schwertransporter rollen durch Innenstadt

Gleich an zwei Abenden hintereinander sind zwei Schwertransporter durch Bitburg gelotst worden. Ein paar Verkehrsschilder mussten für die großen Fahrzeuge abmontiert werden. Ansonsten ist alles ohne Probleme verlaufen. Neugierige Zuschauer haben die Fahrt beobachtet.

Bitburg. Die vielen Blaulichter kündigen sie schon von weitem an. Rund 20 Bitburger versammeln sich auf der Kölner Straße beim Hotel Eifelbräu und schauen gebannt die Straße hinauf. 30 Meter sind sie lang, 5,20 Meter hoch - zu hoch für manch eine Brücke auf der B 51. Deshalb rollen die zwei Schwertransporter am Mittwochabend durch die Bitburger Innenstadt. Am Donnerstagabend fährt ein weiterer Tieflader durch die Stadt. Das Ziel: der Trierer Hafen.Doch zurück zu Mittwoch: Gegen 22.30 Uhr sind die mit Kunststoffbehältern beladenen Transporte in Staffelstein bei der Firma Christen und Laudon losgefahren. In Begleitung von Polizeiautos und der Stuttgarter Spediteurfirma Hermann Paule biegen die Schwertransporte um 23.20 Uhr in die Kölner Straße ein. "Der Transport fährt hier links herum, also stellen Sie sich besser auf die andere Seite", sagt ein Polizist den Zuschauern. Dann kommen sie langsam angerollt und aus den Kameras der Umstehenden schießen die Blitzlichter. Durch die Kurve in die Dauner Straße fahren die Transporte nur langsam. Die dicken Räder müssen über den Bürgersteig rollen. Hinter dem ersten Transport läuft ein Mann mit Funkgerät her und gibt dem Fahrer Tipps. Neben der hohen Ladung sieht er geradezu winzig aus. Nach Bewältigung des ersten Hindernisses geht es weiter über die Dauner Straße Richtung Ostring. Obwohl die Halteverbote, die über Nacht gelten, eingehalten werden, ist der Weg für die Transporte nicht immer frei: Manch ein Verkehrsschild kreuzt die Wege der 75 Tonnen schweren Fahrzeuge. Die Mitarbeiter der Stuttgarter Firma müssen die Richtungspfeile auf den Verkehrsinseln abbauen. Das nächste Zuschauergrüppchen versammelt sich bei der Mündung des Ostrings in die Albachstraße. "Fehlt nur noch der Glühwein", scherzt einer der Anwesenden und reibt die Hände schnell aneinander, um sie zu wärmen. Weil die Schwertransporte hier die Kurve nicht nehmen können, müssen sie ein Stück in die Albachstraße hoch zum Krankenhaus, um dann im Rückwärtsgang zur B 50 zu fahren - keine leichte Aufgabe. Doch die Fahrer sind es anscheinend gewöhnt: Lässig nehmen sie die Kurve, im Fahrerteil ist das Aufglimmen einer Zigarette zu sehen. Weil der Rückwärtsgang eingelegt ist, piepsen die Laster penetrant in die Nachtruhe der Bitburger Straße. Manch ein Bewohner streckt neugierig die Nase aus der Haustür. Da die Einfahrt von der B 50 in die Albachstraße eigentlich gesperrt ist, müssen erst die Baustellenschilder und Absperrungen entfernt werden. Sobald der Weg frei ist, fahren sie vorwärts Richtung Binsfeld. Gegen zwei Uhr in der Nacht erreichen sie den Trierer Hafen. Doch der Weg ist noch lang: Die Kunststoffbehälter sind für einen Kunden in Singapur bestimmt. Video ab 16 Uhr unter volksfreund.de/video