Schwierige Suche nach dem Ausweg

Schwierige Suche nach dem Ausweg

Seit mehr als einem Jahr läuft das Verfahren. Doch es ist immer noch nicht klar, wie die Mängel an der Stadthalle und der Eissporthalle behoben werden.

Bitburg Fast wäre der Bitburger Bürgermeister mit seiner Haushaltssatzung gescheitert. Mit zwölf Ja-Stimmen, elf Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde das Zahlenwerk bei der Haushaltssitzung im Dezember gerade so durchgeboxt. Knapper hätte das Ergebnis kaum sein können. Und dass es so knapp war, lag nicht zuletzt an zwei Gebäuden, nämlich der Bitburger Stadthalle und der Eissporthalle.
Die Stadthalle wurde vor gut acht Jahren errichtet und die Eissporthalle vor rund drei Jahren umfassend saniert. Und in beiden Fällen ist die Stadt als Auftraggeber mit dem Ergebnis unzufrieden.
Das Problem bei der Eissporthalle ist das Dach, das bis auf die Leimbinder komplett erneuert wurde und von dem nun Kondenswasser auf die Eisfläche tropft. Und das vor allem dann, wenn die Temperaturen außen wesentlich höher sind als im Innenbereich der offen gebauten Halle. Weil dann die relativ warme und feuchtigkeitsgesättigte Luft in die Eishalle strömen kann, wodurch es schließlich zur Kondensation kommt.
Bei der Stadthalle gibt es auch Ärger mit dem Dach, von dem es ebenfalls bereits getropft hat. Weitere Mängel sind unter anderem eine leicht durchhängende Decke, Risse in Wänden und Fugen sowie Probleme mit den Türen. Einige Baufehler wurden bereits beseitigt, doch die Liste der erfassten Mängel ist lang.
Sowohl bei der Eissporthalle als auch bei der Stadthalle wurde ein Beweissicherungsverfahren in die Wege geleitet. Und das in beiden Fällen bereits vor mehr als einem Jahr. Bislang jedoch ist laut Stadtverwaltung weder das eine noch das andere Verfahren abgeschlossen.
"Solche Angelegenheiten dauern eben ihre Zeit", heißt es dazu aus dem Rathaus auf Anfrage. Und erst wenn die Ergebnisse vorlägen, lasse sich auch sagen, ob und in welcher Größenordnung Kosten zur Beseitigung dieser Mängel auf die für die Baumaßnahmen zuständigen Planer und Unternehmen oder aber die Stadt zukommen.
Die Stadt hält sich also mit Verweis auf das laufenden Verfahren weiter bedeckt, was aber nicht heißen muss, dass sich nichts tut. So sind nach TV-Informationen viele Mängel am Stadthallengebäude keineswegs strittig und die dafür zuständigen Unternehmen auch bereit, diese zu beheben. Größter Knackpunkt dort ist offenbar aber das Hallendach, das möglicherweise deshalb durchhängt und undicht ist, weil die auf dem Dach installierte Lüftungsanlage zu schwer ist.
Bei der Eissporthalle hingegen werden derzeit mehrere Varianten geprüft, um zu einer Lösung zu kommen. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass sich bis zur kommenden Schlittschuhsaison 2017/2018 etwas ändern wird.

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