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Schwimmbad in Schönecken: Ein neuer Anlauf für die alte Anlage

Schwimmbad in Schönecken: Ein neuer Anlauf für die alte Anlage

Schöneckens Schwimmbad verrottet, seit sieben Jahren ist es geschlossen. Eine geplante Nachnutzung wurde auf Eis gelegt, weil die Gemeinde ins Gemeindehaus investierte. Jetzt aber hat der Rat das Bad wieder auf die Tagesordnung geholt.

Schönecken. Im Flecken wird mal wieder Gas gegeben: Während die Baustelle an der Ortsdurchfahrt voranschreitet, packen die Schönecker das nächste heiße Eisen an. "Besonders ein Projekt müssen wir jetzt voranbringen - unser ehemaliges Schwimmbad", sagt Ortsbürgermeister Matthias Antony.
Weil das Bad in einem schlechten Zustand war, wurde der Betrieb 2008 eingestellt. Die Idee, ein Naturbad einzurichten, scheiterte. Das Innenministerium zog sich aus der erhofften Förderung wegen schlechter Erfahrungen mit solchen Bädern zurück (der TV berichtete).
Die Schönecker machten sich auf die Suche nach neuen Ideen: Ein Freizeitzentrum mit Campingplatz und kleiner Schwimmmöglichkeit sollte her. Erste Pläne lagen bereits im Herbst 2011 vor, ein Ausschuss entwickelte weitere Ideen.
Weil der Flecken mit dem Bau des neuen Gemeindehauses alle Hände voll zu tun hatte und die Kasse unter dem Großprojekt ächzte, ließ man das Freizeitzentrum ruhen.
"Jetzt muss aber was geschehen. Die Anlage verfällt. Das Haus des Hallenbades ist noch okay, aber das Dusch- und Umkleidegebäude verfällt zusehends durch einfließendes Wasser", sagt Antony. Das bröckelnde Bad werte zudem das gut angenommene benachbarte Jugendlager erheblich ab. "Fatal, daran muss so schnell wie möglich etwas geändert werden." Eile sei dringend geboten. Man müsse ja nicht mehr bei Null anfangen, der Badausschuss habe bereits gute Arbeit geleistet, auf der man weiter aufbauen könne.
Der Entwurf sei eine gute Orientierung: Spiellandschaften, Volleyballfelder, eine Abenteuer-, eine Western-, eine Action- und eine Wasserwelt seien vorgeschlagen worden. Fest stehe aber, dass auf ein Lehrschwimmbecken und eine Wasserlandschaft verzichtet werden müsse. "Das ist für einen kleinen Ort wie unseren nicht finanzierbar." Er selber finde die Idee charmant, ähnlich wie in Echternach einen Parcoursplatz für Radfahrer einzurichten.
Unbedingt zu berücksichtigen sei, dass die Freizeitanlage nicht in einem Rutsch entstehen sollte: "Der Haushalt darf nicht über Gebühr belastet werden, auch wenn etwas passieren muss. Also sollte die Planung vorsehen, einzelne Bereiche nach und nach auzubauen." Außerdem sollte das Konzept möglichst viele Alleinstellungsmerkmale aufweisen: "Nur dann können wir auf Fördermittel hoffen."
Zeitlich plädiert der Ortsbürgermeister für ein straffes Programm: "Der Plan sollte in diesem Jahr stehen, so dass wir im nächsten mit den ersten Arbeiten beginnen können." Der Rat hat sich dieser Meinung einstimmig angeschlossen. Der damalige Ausschuss ist mittlerweile denn auch wieder ins Leben gerufen und erweitert worden und hat in der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen. aff