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Sechs Millionen Euro für Essen in der Schule

Sechs Millionen Euro für Essen in der Schule

Die Turnhalle des St.-Willibrord-Gymnasiums ist marode. Anstatt in einer eigenen Mensa zu essen, besuchen die Schüler der Bitburger Schule die Kantine des Marienhaus-Klinikums Eifel. Die Pläne, dies zu ändern, werden konkreter. Im Idealfall kann Mitte 2014 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Bitburg. Ein bisschen müssen sich die Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums noch gedulden, bis sie ihr Mittagessen nicht mehr im Marienhaus-Klinikum-Eifel, sondern gemeinsam mit den Schülern der Realschule plus in einem gemeinsamen Mensagebäude einnehmen können. Zumindest ist das Bauprojekt, bei dem auch eine neue größere Turnhalle entstehen soll, in eine neue Phase vorgerückt.Alternativen beim Bauen


"Die Planung befindet sich in der Abstimmung zwischen Bauherrn und Planer", teilt das Presseamt der Kreisverwaltung mit. Sofern die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) zustimme, könne mit einem Baubeginn frühestens Mitte 2014 gerechnet werden, teilt Pressesprecherin Heike Linden mit. "Es kommt aber hinzu, dass der Bauablauf in zwei Varianten gestaltet werden kann", ergänzt sie. Wann also Mensa und Turnhalle definitiv genutzt werden können, steht noch nicht fest.

Die Planung: Die Schulmensa soll auf dem Platz der bisherigen Turnhalle entstehen. Neben dem eigentlichen Mensateil mit 224 Quadratmetern sollen in dem Gebäude ein Aufenthaltsraum mit 70 Quadratmetern, zwei Kunsträume (je 92 Quadratmeter) sowie eine 235 Quadratmeter große Bibliothek untergebracht werden.
Ebenfalls in das Haus integriert werden sollen nach dem aktuellen Planungsstand der Architektengruppe Naujack/Rumpenhorst aus Koblenz Nebenräume für die Küche und Technik.

Bauvariante 1: Denkbar ist, dass zunächst die neue Turnhalle errichtet wird. Damit würde der Sportunterricht während des Baus auf dem Schulgrundstück in der alten Turnhalle stattfinden. Solange der Neubau nicht steht, kann dann nicht mit dem Bau der Mensa begonnen werden. Linden: "Bei einem Baubeginn Mitte 2014 würde mit dem Bau der Mensa voraussichtlich erst im Frühjahr 2016 begonnen."

Bauvariante 2: Es ist auch möglich, als Erstes die alte Turnhalle abzureißen und danach zeitgleich mit dem Bau der Turnhalle zu beginnen. "Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen einer solchen Lösung würde sich die Bauzeit insgesamt auf etwa anderthalb Jahre verringern. Die Vorgehensweise wird noch im Einzelnen zwischen Architekten, Schulträger und Schule abgestimmt", teilt die Kreisverwaltung mit.

Kosten: Da die bisherigen Planungen noch in der Abstimmung sind, stehen die Baukosten noch nicht fest. Die Finanzierung des Vorhabens besteht aus Zuweisungen des Landes sowie aus einem Eigenanteil des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der voraussichtlich über einen Kredit abgedeckt wird. Zuletzt rechnete der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit Baukosten von etwa 6,16 Millionen Euro. 3,688 Millionen Euro wurden damals als Anteil des Kreises geschätzt.

Die Übergangslösung: Momentan nutzen etwa 80 der 1228 Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums das Ganztagsangebot, allesamt Gymnasiasten der fünften und siebten Klasse. Die Betreuung am Nachmittag soll jedoch in den nächsten drei Jahren ausgebaut werden, so dass dann Schüler aller alle Schuljahre bis 16 Uhr unterrichtet werden können, sofern die Eltern dies wünschen.
Die Schüler, die jetzt schon ganztags die Schule besuchen, werden momentan ohne eigene Mensa versorgt. Sie gehen jeden Mittag in die Cafeteria des Marienhaus-Klinikums zum Mittagstisch, das mit einem Fußmarsch von drei Minuten zu erreichen ist.