Seit 30 Jahren in der Kirche fest verwurzelt

Seit 30 Jahren in der Kirche fest verwurzelt

HOSINGEN/LUXEMBURG. (red) Die Katholische Charismatische Erneuerung Luxemburgs lädt zum Fest der Freude am Pfingstsamstag und -sonntag, 29. und 30. Mai, im Park von Hosingen ein. Das Thema lautet: "Jesus, deine Chance! Ergreife sie!"

Seit mehr als 30 Jahren ist die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche Luxemburgs fest verwurzelt. Nach und nach entstanden in mehreren Ortschaften des Landes und im nahen Ausland charismatische Gebetsgruppen, die mit der Charismatischen Erneuerung Luxemburgs unter der Verantwortung von Pfarrer Albert Franck verbunden sind. Die größte dieser Gruppen trifft sich jeden Donnerstagabend um 20 Uhr in der Pfarrkirche von Gilsdorf. Langsam entwickelte sich das Bedürfnis nach einer klareren Zielsetzung und Aufgabenbestimmung: Was soll der spezielle Auftrag dieser Gruppe sein? Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter wurde richtungweisend für die Gemeinschaft. Dieser Reisende aus Samarien sah den Mann im Straßengraben, der von Räubern überfallen, niedergeschlagen und ausgeplündert worden war; er linderte seine Wunden, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte dort für seinen Aufenthalt. So entstand für die Gemeinschaft in Gilsdorf der Name "Die Herberge Gottes" mit der Aufgabe, Menschen in ihrer Notsituation zu sehen, aufzusuchen, ihnen zu helfen durch die Heilung ihrer körperlichen, seelischen und geistigen Wunden und sie zu begleiten zur Herberge Gottes, damit sie dort wieder Frieden und Ruhe finden können. Es gibt in den so genannten Wohlstandsländern viele, die am Rande stehen oder liegen: nicht nur Alkoholiker, Drogen- und Medikamentensüchtige, nicht nur Arbeitslose, Gewalttätige, sondern auch viele Deprimierte, Einsame und Verlassene, Kranke und Behinderte, Getrennte und Geschiedene. Ihnen zu helfen kostet immer wieder Überwindung des eigenen Ego, Hinabsteigen in die Not vieler Menschen und mit ihnen Sich-Erheben zu einem neuen Leben. So entwickelte sich langsam eine Aufgabenaufteilung: Es entstand ein besonderer Dienst der Seelsorge für Alkoholkranke, für Drogensüchtige, für Menschen des Rotlichtmilieus, für Kranke und Behinderte, für Familien in Not, für ältere Alleinstehende. Andere sahen ihre Aufgabe in einem Dienst in ihrer Pfarrei. Jedoch ohne Gebet, ohne das Lob Gottes, ohne die vielfältigen Gnaden der Heiligen Messe wird man im Dienst austrocknen und verhärten. So trifft sich die Gemeinschaft wöchentlich zur gemeinsamen Eucharistiefeier, zur Predigt, zum Gebet, zur gegenseitigen Ermutigung und Anspornung.Kleine Gruppen treffen sich jede Woche

Kleinere Gruppen finden sich jede Woche zusammen zur Fürbitte, zur Anbetung, zum Rosenkranzgebet, zwecks Intensivierung und Konkretisierung des Glaubenslebens. Das Wort Gottes ist für die Gemeinschaft maßgebend; sie will es hören und danach handeln. Regelmäßige Beichte wie auch der häufige Empfang der Heiligen Kommunion rüsten den einzelnen aus für die vielfältigen Dienste an den Mitmenschen. Das Fest der Freude findet am 29. und 30. Mai im Park von Hosingen statt. Redner sind Bischof A.-M. Léonard aus Namur, Dominikanerpater B.-M. Berger aus Paris und Denis Bourgerie aus Brasilien. Die Eucharistiefeiern finden jeden Abend um 20 Uhr statt, die Krankenandacht am Sonntag um 16 Uhr. Gerne wird für alte und kranke Menschen ein Fahrdienst organisiert. Anmeldungen bitte bei Brigitte Müller, Telefon 06594/665.

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